Anzeige gegen Gartencenter wegen Verkaufs invasiver Pflanzenarten

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Die SEPRONA, die Umweltschutzabteilung der Guardia Civil, hat Anfang Juli 2019 gegen ein Gartencenter in Puerto del Rosario Anzeige erstattet und 5 Blumentöpfe mit der Pflanzenart „Leucaena leucocephalia“ beschlagnahmt.

Die Weißkopfmimose ist im spanischen Katalog für invasive exotische Arten aufgeführt. Daher ist ihr Besitz und der Handel mit dieser Pflanze verboten.

Die SEPRONA hat von einem Bürger eine Hinweis auf den Verkauf der verbotenen Pflanze erhalte und das Geschäft daraufhin inspiziert.

Vor Ort fanden die Beamten 5 Exemplare der verdächtigen Pflanze. Sie machten mehrere Fotos und sendeten diese an die Abteilung für Biodiversität der Kanarischen Regierung. Diese bestätigte, dass es sich um die verbotene Weißkopfmimose handelte.

Die Umweltschutzbeamten zeigten das Gartencenter daraufhin an, da es keine Genehmigung zum Besitz und Handel mit dieser Pflanzenart nachweisen konnte. Der Handel mit als invasiv katalogisierten exotischen Arten ist eine schwere Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld beträgt mindestens 3.001 Euro.

Die Art stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika und wurde vom Menschen weltweit verbreitet. Sie ist dazu geeignet, die lokale Flora zu verdrängen.

Atlashörnchen, Sittiche und Schlangen schädigen die empfindlichen Ökosysteme der Kanarischen Inseln

Auf den Kanaren sind viele invasive Tier- und Pflanzenarten mittlerweile zu einem großen Problem geworden. Dazu gehören das Atlashörnchen und der Mönchsittich auf Fuerteventura sowie die Kalifornische Kettennatter auf Gran Canaria.

Ökosysteme auf Inseln sind von invasiven Arten besonders gefährdet. Meist fehlen große Pflanzenfresser oder Raubtiere, die den Invasoren Einhalt gebieten könnten.

Oft trifft die Bekämpfung von invasiven Exoten auf Unverständnis in der Bevölkerung. Entweder sind Pflanzen „doch so schön“ oder Tiere doch „soo niedlich“. Davon profitieren auf Fuerteventura z.B. die Atlashörnchen und die Mönchsittiche, die regelmäßig auch wider besseres Wissen und trotz Verboten gefüttert werden.

Wenn die Tiere dagegen nicht so niedlich sind, wie die Kalifornische Kettennatter auf Gran Canaria, haben die meisten Menschen nichts dagegen, wenn die Behörden den Schädlingen an den Kragen wollen.

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