Ursache des Waldbrands auf Gran Canaria: Funken einer Trennscheibe

Funken einer Trennscheibe haben den Waldbrand auf Gran Canaria verursacht

Der Mann, der als mutmaßlicher Verursacher des Waldbrandes auf Gran Canaria bereits am 10.08.2019 von der Guardia Civil festgenommen worden war, wurde am 13.08.2019 von der Ermittlungsrichterin vernommen.

Der 65-jährige Rentner aus Telde hat gestanden, den Brand verursacht zu haben. Die Ursache für den Waldbrand waren demnach Funken, die beim Zuschneiden einer Metalltür mit einer Trennscheibe auf einer Finca bei Las Peñas entstanden sind. Der Mann hatte zunächst noch selbst versucht, das Feuer auszutreten.

Der Mann war Lehrer an der weiterführenden Schule von La Herradura und Berater der Schulbehörde der Gemeinde in der Zeit von 2003 bis 2007. Nach Aussagen von Freunden soll er ein Natur- und Tierliebhaber sein. Nach den Geschehnissen sei er „am Boden zerstört“.

Nach seinem Geständnis hat die Richterin den Mann gegen eine Kaution von 25.000€ und gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Das Spanische Strafgesetzbuch sieht für vorsätzliche Brandstiftung, die das Leben oder die Unversehrtheit von Personen gefährdet, eine Haftstrafe von 10 bis 20 Jahren vor. Für grob fahrlässige Brandstiftung mit Gefahr für Leib und Leben von Menschen liegt die Strafandrohung zwischen 5 und 10 Jahren. Im Gerichtsverfahren ist nun als wichtigste Frage zu klären, ob der Mann grob fahrlässig gehandelt hat.

Die Familie des Mannes soll Beleidigungen und Morddrohungen erhalten haben.

Schäden durch den Waldbrand noch nicht abzusehen

Der Waldbrand ist am Abend des 13.08.2019 noch nicht gelöscht. Daher ist es noch nicht möglich, das endgültige Ausmaß der Schäden abzusehen. Bisher sind rund 1.500 Hektar Fläche verbrannt, davon rund 679 in Naturschutzgebieten.

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