Fuerteventura: Urlauberzahlen auch im August 2019 im freien Fall

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Auch im August 2019 befanden sich Urlauberzahlen auf Fuerteventura weiter im freien Fall. Die Urlauberzahlen aus Deutschland, Fuerteventuras größtem Markt, sind im August um 27,5% gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen. In absoluten Zahlen sind das 20.980 deutsche Urlauber weniger als im August 2018.

Im gesamten Jahresverlauf 2019 bis einschließlich August hat Fuerteventura 23% bzw. 129.850 deutsche Urlauber gegenüber dem Vorjahreszeitraum verloren.

Die Zahlen stammen aus der Erhebung Promotur des Kanarischen Statistikinstituts ISTAC. Sie wurden am 01.10.2019 veröffentlicht.

Mit einem Minus von 7,2% ist auch erstmals die Zahl der Fuerteventura-Urlauber aus Großbritannien deutlicher gesunken als in den Monaten zuvor. Mit einem akkumulierten Minus von 1,6% in den ersten 8 Monaten 2019 hatte sich der britische Markt auf Fuerteventura bislang noch als recht stabil erwiesen. Viele Experten hatten wegen der ewig andauernden Brexit-Unsicherheit bereits früher mit stärkeren Rückgängen erwartet.

Die Thomas-Cook-Pleite hat naturgemäß auf die hier veröffentlichten Zahlen noch keine Auswirkung. Diese werden wohl erst im Oktober das volle Ausmaß der Konsequenzen der Thomas Cook Pleite für Fuerteventura zeigen.

Alle für Fuerteventura relevanten ausländischen Märkte im Minus

Auch im August 2019 waren neben dem deutschen und britischen Markt alle anderen für Fuerteventura relevanten ausländischen Reisemärkte im Minus.

Der einzige Markt, der für Fuerteventura ein positives Vorzeichen aufweist, sind inländischen Touristen vom spanischen Festland. Ihre Zahl hat im August um 5,3%, in den ersten 8 Monaten um 22,7% bzw. 20.919 Personen zugelegt.

Insgesamt sind in 2019 bis einschließlich August 114.045 spanische Touristen nach Fuerteventura gekommen. Aus Deutschland waren es trotz des Rückgangs noch immer 435.011 und aus Großbritannien 339.498.

Dies zeigt auch, dass der inländische Markt die Verluste an ausländischen Urlaubern nicht einmal ansatzweise ausgleichen kann.

Aussicht für Fuerteventuras Tourismus-Branche für die kommen den Monate

Die Entwicklung der Urlauberzahlen auf Fuerteventura dürfte in den verbleibenden Monaten des Jahres 2019 durch mindestens zwei kritische Ereignisse geprägt sein.

Die Pleite von Thomas Cook wird in den Statistiken für Oktober erstmals zu erkennen sein. Sicher wird der Wegfall von Flugkapazitäten aus Großbritannien dabei eine große Rolle spielen. Immerhin führte Thomas Cook 20 Flüge pro Woche aus Großbritannien nach Fuerteventura mit eigenen Flugzeugen durch.

Auch der Brexit, der für Ende Oktober 2019 angesetzt ist, könnte den Reisemarkt noch einmal kräftig aufwirbeln.

Für die weitere Entwicklung des deutschen Marktes ist die Zukunft von Condor entscheidend. Ein Wegfall der momentan 9 Condorflüge pro Woche nach Fuerteventura wäre für die Insel wohl kaum noch zu verkraften.

7 Kommentare

  1. Servus,
    wir waren schon einige Jahre im Urlaub auf Fuerte, genauer Pajara und uns hat es immer gefallen.
    Wenn man jedoch heute die Preise vergleicht (4 köpfige Familie) , kann man während der Urlaubszeit günstiger in die Karibik fliegen (was wir dieses Jahr gemacht haben). Wir haben die wirklichen Gesamtkosten verglichen und mussten feststellen, das 15 Tage (2019) in einen guten Hotel + aller Nebenkosten (Auto, Essen gehen, Bar, Trinkgeld, Sport, Wellness usw. ) fast 10% günstiger war, als der 14 Tage Urlaub (2018) in Pajara im selben Zeitfenster (Ende August – Anfang Sept.).
    Die Preissteigerungen in den letzten drei Jahren waren zu extrem. Wir waren immer gerne auf Fuerte und haben dort einige Freunde, aber wenn es so bleibt, können wir es als Familie uns nicht leisten.
    Ich hoffe, die Hotels können weiter überleben und ein gutes Niveau halten. Auf das neue Stella bin ich sehr gespannt.
    Grüße aus Bayern

  2. Kein wunder beim Zustand der Hotels z.b. an der Costa Calma werden die Gäste nur einmal kommen und dann nie mehr! Sind selber schuld das weniger Turis kommen, absolut selber schuld. Ausserdem gehen immer mehr wegg da es weder Arbeit gibt noch wird man anständig bezahlt. No Future.

  3. Es ist eigentlich sehr schade, dass die Entwicklung so läuft, sicher ist, dass unser Urlaubsziel Nummer 1 seit einigen Jahren Fuerteventura ist, und das wird auch so bleiben. Hier fühlen wir uns sehr wohl und super aufgenommen. Also FUERTEVENTURA, wir sehen uns im Dezember….

  4. Die politische Situation wird in Zukunft auch nicht dazu beitragen dass die Zahlen der Besucher in Zukunft wieder steigen werden.
    Brexit, Co 2 Steuer tragen nicht unbedingt dazu bei. Vor allem In den Sommermonaten ist Urlaub auf Fuerteventura für Familien aus Deutschland unbezahlbar geworden.

  5. Also wir waren jetzt Mitte September 2019 im Süden (Solana Matorall) und da war alles voll. Die Strände, alle Strandliegen vermietet und Abends auch die Lokale in Morro. Alles voll bzw. gut besetzt. Auch die Hotels -so meine Informationen- waren gut belegt.
    Wenn ich das sehe, frage ich mich, wo der drastische Rückgang herkommt.

  6. Wir sind die letzten Jahre immer zweimal im Jahr auf Fuerteventura gewesen, aber es ist einfach viel zu teuer geworden. In den Herbstferien unbezahlbar und das hat sicher nichts damit zu tun, es alles immer billiger haben zu wollen! Im Herbst waren die Kanaren und besonders Fuerteventura schon immer teuer, aber das sind wirklich Abzockerpreise. Die Quittung bekommen die Reiseveranstalter und alle anderen ja jetzt gerade. Schlimm wirklich für die Menschen auf Fuerteventura, die jetzt darunter leiden müssen, weil so manche den Hals nicht voll bekommen. Die Tourismusbranche wird sich ändern müssen. Wir haben uns schon umorientiert und Alternativen gefunden, ohne Reiseveranstalter und Fluggesellschaften. 😊

  7. Im Süden der Insel gibt es glaube ich noch weitere Gründe für den Rückgang der deutschen Touristen. Die wegen Renovierung geschlossenen Hotels lassen die inländischen Touristen auf andere Hotels ausweichen. Leider wird es dadurch in diesen Hotel ziemlich turbolent und laut. Der deutscher Urlauber hat das nicht unbedingt gerne. Viele Stammgäste reisen auch aus diesem Grund nicht mehr dort hin und weichen auf andere Urlaubsziele aus. An den Preisen kann es nicht liegen, denn die sind in 2019 nicht wirklich spürbar gestiegen. Das kommt dann wohl noch.

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