Fuerteventuras Hauptstadt lässt es krachen, trotz angekündigten „leisen“ Feuerwerks

Feuerwerk-volle-Lautstärke

Viele Menschen, die sich auf ein „leises“ Feuerwerk zum Abschluss der Fiestas von Puerto del Rosario am 07.10.2019 gefreut hatte, dürften sich ziemlich erschrocken haben.

Denn anders als versprochen, ließen es die Verantwortlichen richtig krachen, mit einem konventionellen Feuerwerk. Dessen Explosionen waren noch weit über die Grenzen der Hauptstadt Fuerteventuras hörbar.

Am 19.09.2019 hatten wir noch über die Ankündigung eines leisen Feuerwerks des Bürgermeisters von Puerto del Rosario berichtet.

Dieser hatte das Pilotprojekt mit dem Respekt vor Personen, die traditionelles Feuerwerk nicht genießen können, und mit Rücksichtnahme auf Haustiere, bei denen laute Geräusche Panik auslösen, begründet.

Ein völliges Fehlen dieser Rücksichtnahme zeigte sich dann, als ohne jegliche Vorankündigung und Information der Öffentlichkeit von diesen Plänen abgewichen wurde.

Die Personen, die aufgrund der leeren Versprechungen in Erwartung eines „leisen“ Feuerwerks zur Fiesta gekommen waren, wurden so erst richtig erschreckt. Dies hat zu reichlich Empörung bei den Betroffenen und ihren Familien gesorgt.

Hätten die betroffenen Personen von der Programmänderung vorher erfahren, wären sie dem Feuerwerk sicher lieber fern geblieben.

Opposition fordert Aufklärung

Die Gemeinderäte der konservativen Partido Popular (PP) in Puerto del Rosario hatten die Einführung von „leisem“ Feuerwerk vorgeschlagen und diese Initiative gelobt. Nun forderten sie in einer Pressemitteilung von dem für Fiestas zuständigen Gemeinderat von Puerto del Rosario eine Erklärung, warum man sich letztlich für ein konventionelles Feuerwerk entschieden habe.

Sie kündigten außerdem an, die Rechnungslegung für die Feierlichkeiten mit allen Ausgaben und Einnahmen genau zu untersuchen.

Laute Geräusche sind für bestimmte Personengruppen eine Qual

Die lauten Geräusche eines konventionellen Feuerwehrks können für viele Personengruppen sehr problematisch sein. So gibt es Formen von Autismus, bei denen die Betroffenen bei lauten Geräuschen in Panik geraten.

Bei Epileptikern können laute Geräusche Krampffälle auslösen.

Und für Menschen, die hypersensibel auf Schall reagieren, können laute Geräusche einfach nur unangehem bis unerträglich sein.

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