Boots-Flüchtling auf Fuerteventura positiv auf Corona getestet

Flüchtlingsboot

Wie wir bereits am 04.06.2020 berichteten, ist am Mittwoch, den 03.06.2020 erneut ein Flüchtlingsboot mit 59 Personen an Bord nach Fuerteventura gebracht worden. Das Seenotrettungsboot Mizar hatte die Menschen an Bord genommen und das Flüchtlingsboot in den Hafen nach Puerto del Rosario geschleppt.

Covid-19 Protokoll greift

Die 59 Personen wurden im Hafen von Puerto del Rosario untergebracht. Die Halle, in der sie ihre Quarantäne ableisten sollen, war ursprünglich als Schengen-Grenzkontrollpunkt vorgesehen.

Wie wichtig es ist, das Sicherheits- und Hygiene-Protokoll anzuwenden, stellte sich am Vormittag des 05.06.2020 heraus.

Das Cabildo von Fuerteventura hat an diesem Tag in einer Pressemittlung bekannt gegeben, dass ein Passagier des Flüchtlingsboots positiv auf das SARS-Cov2-Virus getestet worden ist. Damit ist auf Fuerteventura, dass seit dem 27.05.2020 „coronafrei“ war, wieder ein neuer Fall gemeldet worden.

14-tägige Quarantäne

Zur Zeit müssen alle Personen, die nach Spanien einreisen, eine 14tägige Quarantäne einhalten. Mit dem Ende des Alarmzustands, voraussichtlich am 21.06.2020, soll auch die allgemeine Quarantänepflicht aufgehoben werden.

Derzeit ist noch nicht bekannt, ob Personen aus bestimmten Ländern auch danach weiterhin eine Quarantäne einhalten müssen.

Flüchtlingszentrum in El Matorral

Nach Bekanntwerden des ersten positiv auf das neue CoronaVirus getesteten Flüchtlings sind die Rufe nach der Wiedereröffnung des Flüchtlingszentrums (CIE/ Centro de Internamiento de Extranjeros) in El Matorral bei Puerto del Rosario noch lauter geworden. Das Flüchtlingszentrum wurde in 2018 vollständig vom Innenministerium geschlossen.

Derzeit sind die in den letzten Wochen und Monaten angekommenen Flüchtlinge vor allem von der Nichtregierungsorganisation „Misión Cristiana Moderna“ aufgenommen worden, die aber keine Kapazitäten mehr für weitere Personen hat.

Jedes neue Flüchtlingsboot, auf dem sich in der Regel zwischen 50 und 60 Menschen befinden, stellt die Behörden vor neue Herausforderungen, da die neu ankommenden Gruppen von bereits zuvor angekommen getrennt untergebracht werden müssen.

14 Kommentare

  1. Hallo ihr lieben. Die Welt steht im Moment überall Kopf und das wird wohl noch lange dauern bis eine Normalität wieder greifen wird. Wenn überhaupt! Ich werde froh sein wenn ich irgendwann mal wieder den inselboden von Fuerteventura betreten darf. Und ich denke auch dass alles dafür getan wird um alle gesundheitlich zu schützen und da rede ich jetzt nicht nur von den Urlaubern auch für die einheimischen. Flüchtlinge kommen überall an. Mir tun diese Menschen auch leid. Aber man sollte nie vergessen was rein kommt. Bis dato sind auch auf diesem Wege..egal wo … Menschen eingeschleust worden die uns allen nicht gut getan haben. Denkt mal an der vergangenen terror Anschlägen ..Frankreich .. Deutschland usw. Wieviele unschuldige Menschen deswegen ums leben gekommen sind. Wieviele Flüchtlinge sind einfach untergetaucht und verschwunden. Ich sehe dies auch mit misstrauen entgegen. Kindesmissbrauch welcher zur Zeit in den Medien hervorgeht ..von eigenen Landsleuten verursacht.. Schrecklich .. Jedes Land hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen die beseitigt werden müssen. Deshalb bin ich auch der Meinung noch mehr Probleme sollten man sich nicht mehr ins Land holen. Es wird überhand nehmen und nicht mehr kontrollierbar sein. Ist es ja schon jetzt nicht. Bleibt gesund.

  2. Liebe Sonja, „so wie das ausieht“ hast Du offenbar NULL Ahnung ! Ich selbst lebe seit 23 Jahren
    (bin Ex-Hamburger) auf Fuerteventura und habe bisher noch keinen Tag bereut ! Ich kann nur
    sagen: falls Du Dich weiter negativ beeinflussen läßt, verpasst Du so einiges ! Du solltest Dich
    per Internet und div. Literatur besser objektiv informieren ! Alles Gute und schönen Urlaub,
    – wo auch immer ! Dieter Marschall (Tarajalejo – Urb. Puerto Azul,) Fuerteventura

  3. Diana, es tut mir wirklich leid, dass du mmanchmal so unangenehm angestarrt wirst. Kann ich verstehen, sollte nicht so sein , aber sind die Gaffer wirklich nur Flüchtlinge? Das kann ich mir auch gerade in Deutschland nicht so recht vorstellen. Und ich habe auch schon „Weiße “ beobachtet, die Frauen respektlos gegenübertreten, nicht nur bei einem knappen Bikini. Und übrigens auch ganz „brave“ Ehemänner gehören zu dieser Gruppe.
    Mich schockieren im Moment die täglichen Berichte über Kindesmißbrauch in unserem Land. Und die Taten sind nicht von Flüchlingen verübt, sondern von vorwiegend Deutschen. Die gaffen leider nicht nur…Man muss also durchaus vor Einheimischen Angst haben.
    Grundsätzlich wegen Corona auch vor den bald einstürmenden Touristen , die durchaus infiziert sein können.. und das werden mehr als 1 Person sein

  4. Liebe Leser …
    vorweg gleich das alle Menschen geschützt werden müssen! Jedes Leben ist ein Geschenk!
    Ich bin Transgender, lebe seit 4 Jahren immer von Januar bis März auf Fuerteventura und habe eine kleine Wohnung in Porto del Rosario.
    Was ich zu dieser ganzen Flüchtlings-Sache erfahren habe ….und das auch in Deutschland!
    Ich werde von diesen Flüchtlingen beobachtet, am Strand und auch wenn ich an ihnen vorbeilaufe. Ich wurde auch schon und das auch in Deutschland auf eine mir unangenehme Art und Weise angesprochen. Und das möchte ich nicht! Ich bewege mich auch nur am Tag und in der Nähe von Bademeister oder wenigstens Einheimischen. Ich habe auch beobachtet das sich zwei Flüchtlinge am Strand ganz nah zu einer Frau die oben Ohne sich gesonnt hatte setzten….und …wir sind uns da bitte einig….nicht um die Sonne zu genießen!!!
    Zum Glück haben das die Bademeister gesehen und sind gleich mal hingegangen um das ganze aufzulösen.Eines ist für mich völlig klar! Wenn sich zwei Männliche Flüchtlinge ca 1 Meter neben einer Frau hinsetzen die nur ein knappes Bikini Höschen trägt und wirklich nicht die Absicht haben sich zu Sonnen oder zu Baden habe ich hier Bauchschmerzen!!! Auch ich gehe so gern nur im knappen Bikini an den Strand , aber es ist absolut unangenehm wenn man diese Blicke der Flüchtlinge spürt. Ich bin in Europa aufgewachsen und mittlerweile ist es überhaupt kein Problem…in Deutschland Spanien oder sonst wo als Transgender zu leben. Aber ich trau mich nach Sonnenuntergang nicht mehr auf die Straße! Das sollte uns zu denken geben das unsre Kulturen doch nicht so gut zusammen passen!!! Ich bin übrigens noch immer auf der Insel…es geht ja kein Flieger mehr ….meine Firma hat mich gekündigt und da sieht man auch….wie Sozial die Welt ist. ich geh dann wieder an den Strand….der Atlantik ist ja jetzt wunderbar warm und auch ruhig. Liebe Grüße Diana

  5. Moin Nordlicht, wenn es sich um „in Not befindliche Flüchtlinge“ und nicht um Migranten handeln würde, könnte man ja noch Verständnis haben. Aber in diesen Zeiten sollten doch eher zahlende Touristen animiert werden, die Inseln zu besuchen um die Majoreros zu unterstützen… Europäern ist ohne grüne Residencia-Karte nicht mal gestattet, in ihr eigenes Haus zu fahren.

  6. Liebe Fuerteventura Freunde.

    Meine gebuchte Reise im September nach Fuerteventura ist im Vergleich zu den Sorgen, die die geflüchteten Menschen haben ein „banales Luxusproblem“.

    Seit einigen Jahren unterstützte ich den Verein Socialis for the Gambia der einen Kindergarten, eine Schule sowie Ausbildungsstätten betreibt und damit den jungen Menschen eine „Hilfe zur Selbsthilfe im eigenen Land“ bietet.
    Seit einiger Zeit schreibe ich einen Blog und möchte auf zwei meiner Artikel verweisen.

    Die Seebrücke Dortmund, eine örtliche Gruppe der Seebrücke Deutschland hatte 2019 auf der Messe FAIR FRIENDS in einer der Messehallen ein Schlauchboot aufgebaut, welches aus dem Mittelmeer geborgen wurde. Hier konnte man ausprobieren, wie es sich anfühlt, auf so einem Boot zu sein. Unvorstellbar, wie quälend eine Überfahrt in einem überladenen Boot auf offener See sein muss.
    Exemplarisch war auf dem Boden der Messehalle ein kleiner Bereich markiert, welcher das Platzangebot auf solch einem Boot für 6 Menschen darstellen sollte. Ich habe zusammen mit fünf weiteren Menschen für vielleicht eine Minute schweigend innerhalb der Markierung zusammen gestanden. Ich finde keine passenden Worte, es ist menschenunwürdig.
    Den kompletten Beitrag findet ihr unter:
    https://gambia-dortmund.de/?cat=9

    In dem zweiten Artikel gibt es einen Filmtipp zu: Aufbruch ins Ungewisse Verkehrte Welt – was wäre, wenn man die Perspektive tauscht und Europäer die Flüchtlinge wären? Eine Familie, Vater, Mutter und zwei Kinder fliehen aus Deutschland da hier mittlerweile die Rechten an der Macht sind und ihnen Haft und Folter drohen. Das Schlauchboot kentert auf dem Weg nach Afrika, der Sohn wird vermisst.
    Den kompletten Beitrag findet ihr unter:
    https://gambia-dortmund.de/?p=439

  7. Ich möchte jetzt nicht falsch rüberkommen nur weil die 59 nun mal eben im Schlauchboot übergesetzt haben.
    Es ist ein positiver Fall dabei, das macht in etwa 0,6% aus.
    Verhältnismäßig wären es dann bei 10.000 die mit dem Flieger kommen zurzeit ebenfalls 60 positive Fälle.

    Diese Menschen trifft keine Schuld, die Schuldigen sitzen wo anders.
    Ich habe einige Zeit in Ostafrika verbracht, ein Freund von mir leitete dort den Bau eines Hotels.
    Auf dieser Baustelle wurden 12 Arbeiter 12 Sunden am Tag ohne Sozialversicherung beschäftigt, sie bekamen insgesamt 160 Dollar in der Woche, das macht 13,33 Dollar pro Kopf und ergibt ein Monatsgehalt von 57,77 Dollar.
    Diese Menschen haben die Information dass wenn sie nach Europa kommen, dürfen sie nicht ohne weiteres zurückgeschickt werden sofern ihre Herkunft unbekannt ist. In Europa bekommen sie in etwa jeden Monat ein Jahresgehalt, dürfen aber nicht arbeiten und haben eine Krankenversicherung.
    Jeder von uns, wäre er in der gleichen Situation würde nicht anders entscheiden.

  8. liebe Sonja, um dir deine Bedenken einmal abzunehmen, jedoch ist es letztendlich deine Entscheidung – ich möchte dir nur erklären, was dich hier auf Fuerteventura erwarten würde, wenn du auf die Insel kommst. Direkt am Flughafen wird man Fieber messen, so wie an allen anderen großen Flughäfen wie Frankfurt, München & Co auch. Da Fuerteventura einen sehr modernen Flughafen hat (sogar zerfiziert!) wirst du hier auf keine großen Menschenmassen treffen. Denn dafür ist eigens das kompetente und geschulte Personal von AENA zuständig. Das hier kein Gedränge, Warteschlangen etc stattfinden. Meine persönliche Meinung ist, dass dieser Airport von denen die ich kenne, am „ansprechendsten“ ausgestattet ist. Im Hotel, wenn du eins gewählt hast, würdest du keine Massenbüfettschlacht vorfinden. Denn derzeit befinden sich die meisten Hotelangestellten (Küchenpersonal, Restaurant, Rezeption etc) in einer Phase, sich darauf vorzubereiten, damit hier die Auflagen von Mindestabstand & co eingehalten werden. Wie mir zu Ohren gekommen ist, hat man sich mächtig Gedanken gemacht, damit die Gäste absolut sicher sind, safety first….und sich trotzdem wohlfühlen. Glaub mir, die haben sich alle richtig Gedanken gemacht. An den Stränden wirst du, denke ich gar keine Probleme haben, deine 2m2 oder mehr, für dich zu haben. Wenn du ein Individualtourist bist, mit Mountainbike, Fatbike, Tauchen, Windsurfen, Surfen oder wie dem auch sei, unterwegs sein möchtest – bist du bei jeder Firma in sicheren Händen. Denn alles wird kontrolliert, safety first. Auch die Gastronomie ausserhalb der Hotels werden dich mit Freuden, guter Laune und Sicherheitsabstand – empfangen. sofern du zuguterletzt dich selbstverpflegen möchtest, sind die Supermärkte auch auf alles vorbereitet, dass keine Menschenmassen sich darin befinden – die Regale sind mit allem gefüllt, was das Herz begehrt. Ich wünsche dir einen tollen Urlaub, egal wo du diesen verbringst.

  9. Es ist an der Zeit, dass alle Flüchtlinge, egal woher sie kommen und wohin sie unerlaubt einwandern, direkt wieder in ihr Land gebracht werden. Und wann kümmern sich eigentlich die großen Länder auf dieser Welt um die Missstände und die dummen Regenten der Länder in Afrika?

  10. Die Grenzen sind geschlossen, es ist für mich nicht nach vollziehbar das diese Leute überhaupt Fuerteventura und damit Europa betreten dürfen.
    Abweisen und umgehend zurück bringen.

  11. Das war es dann mit null Fällen auf Fuerteventura aber könnte ja als Studie betrachtet werden bei regelmäßigen Folgekontrollen während der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen stellt sich ja heraus wie viele von 59 Personen ohne Sicherheitsabstand über einen längeren Zeitraum tatsächlich infiziert wurden.

  12. Artikel „Boots-Flüchtling auf Fuerteventura positiv auf Corona getestet“
    Was sollte diese Nachricht eigentlich? Das Virus wird uns alle bekanntlich noch sehr lange begleiten.

    Euer Video dazu war sehr gut, das Thema ist leider gerade nicht mehr so in den Medien präsent.
    Da muß überall in Europa zum Wohle der in Not befindlichen, flüchtenden Menschen etwas getan werden!

    Einige Bemerkungen dazu finde ich wirklich, nicht nur aus gegebenem Anlass, ziemlich „trump“.

  13. Wollte im September zum ersten Mal nach Fuerteventura in Urlaub.
    Hab noch nicht gebucht,und so wie das aussieht,werd ich das mal
    lieber sein lassen.

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