Marokko sucht Interessenten für Fährverbindung zwischen Tarfaya und Kanaren

Tarfaya-Fuerteventura-Gran-Canaria

Viele Geschäftsleute, Politiker und tausende von marokkanischen Mitbürgern träumen seit mehr als einem Jahrzehnt von der Einrichtung einer Fährverbindung zwischen der marokkanischen Hafenstadt Tarfaya und Fuerteventura. Auch für manchen abenteuerlustigen Wohnmobilisten wäre eine solche Route eine willkommene Alternative zur Anreise von Huelva oder Cádiz via Gran Canaria nach Fuerteventura.

In den vergangenen Jahren gab es von marokkanischer und kanarischer Seite immer wieder Absichtserklärungen, die jedoch niemals richtig konkret wurden.

Offenbar meint es die marokkanische Regierung jedoch weiterhin ernst mit ihrer Strategie, das Land weiter in die internationalen Logistikrouten einzubinden.

Das Ministerium für Ausrüstung, Verkehr, Logistik und Wasser des Königreichs Marokko hat bereits am 17.11.2020 Kandidaten für den Betrieb einer gemischten Fährverbindung für Güter- und Personentransport zwischen Tarfaya und einer kanarischen Insel zur Abgabe einer Interessenbekundung aufgefordert. Dies hat das Ministerium auf seiner Webseite veröffentlicht.

Die Anträge müssen bis zum 26.01.2021 in der marokkanischen Direktion der Handelsmarine eingehen.

Das Ministerium erklärt auf seiner Webseite, dass eine solche direkte Verbindung zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der südlichen Provinzen des Königreichs beitragen und den Waren- und Passagierfluss weiter erleichtern werde. Die Dauer des Seetransits zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln werde deutliche verkürzt.

Es muss nicht unbedingt Fuerteventura sein

Die Ausschreibung des marokkanischen Verkehrsministeriums nennt Fuerteventura nicht ausdrücklich, sondern spricht von einer Verbindung zwischen Tarfaya und „einer kanarischen Insel“.

Allerdings ist Fuerteventura die Kanarische Insel, die am dichtesten am afrikanischen Kontinent liegt. Zwischen Tarfaya und Puerto del Rosario auf Fuerteventura liegen nur rund 110 Kilometer. Zwischen Tarfaya und Las Palmas de Gran Canaria sind es dagegen rund 250km.

Doch allein die Entfernung wird sicher nicht ausschlaggebend sein, sondern vielmehr das auf den jeweiligen alternativen Routen erwartete Verkehrsaufkommen.

Wenn die Marketingabteilung der Fährgesellschaften zu der Erkenntnis kommen, dass der größte Teil der Waren und Passagiere lieber direkt nach Gran Canaria oder vielleicht sogar nach Teneriffa will, dann hätte Fuerteventura auch trotz der weniger als halb so langen Strecken wohl das Nachsehen.

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27 Kommentare

  1. @ Roland Stellenberger
    29. JANUAR 2021 UM 15:16
    Bitte bleiben Sie zuhause!
    Von den „Kameltreibern“ hier wird Sie niemand vermissen.
    LG,
    f.

  2. Wem soll dieser Schwachsinn etwas nützen?Den Kameltreibern?Als Tourist auf Fuerte wird es mir niemals in den Sinn kommen mit dieser,hoffentlich niemals existierenden Verbindung,in ein unsicheres Gebiet zu fahren.Die in Afrika existierenden Krankheiten würden nur noch einfacher auf die Kanaren eingeschleppt.Schluss mit diesem Unsinnsprojekt!!!!!!!!!!!!

  3. Was nutzen die Meinungen an dieser Stelle von Menschen, die keine oder erheblich zu wenig Ahnung haben?
    Sie tragen nicht zu einer sinnvollen Lösung bei!!!
    Wer sich hier mit Kommentaren beteiligt, sollte die Verhältnisse vor Ort kennen und nicht Vorurteile aus der Stammkneipe einbringen, die nur anderen die Zeit stehlen ohne auch nur ansatzweise den Herausforderungen gerecht zu werden……..
    Ich wohne, als Deutscher, seit Jahren bei Marokkanern in Marokko, südlich des Atlasgebirges und bin davon überzeugt, dass eine weitere Fährverbindung für alle Beteiligten mehr Vorteile, als Nachteile, bietet.
    Das Thema der Flüchtlinge hat damit nichts zu tun, denn für diese sollten mehrheitlich und demokratisch festgelegte Gesetze gelten und auch eingehalten werden.
    Meckern Sie hier bitte nicht herum, sondern zeigen Sie Wege auf, wie alles besser wird. Nur das bringt sinnvolle Lösungen für alle Beteiligten!!!!
    Jeder kann sich politisch, unternehmerisch oder persönlich engagieren um POSITIVES auf den Weg zu bringen – Macher und Schaffer sind hier gefragt und keine Versager, Verhinderer und einfallslose Blockierer.
    Erfolgreiches Gelingen….

  4. DANKE Volksmar Ballo !

    Ansonsten die Kommentare der rassistischen A.r: Wenn ich bei Marjane in Agadir einkaufen gehe,dann finde ich da UNMENGEN von Produkten aus Westeuropa (EU). Wenn man also in Marokko und Tunesien, Ägypten usw usf. EU Käse und Agrarprodukte genauso preiswert kaufen kann wie in der BRD, dann geht das nur über massive Subventionierung.

  5. So ein Schwachsinn macht mich wüttend! Es geht verdampt noch mal nur um eine Fährverbindung zwischen Terfaya und die Kanaren!Nicht mehr und auch nich weniger!
    Das ist eie Angelegenheit der spanischen sowie der Marokkanischen Behörden. Andere Nationen haben bei dieser Angelegeheit nichts zu melden!!

  6. Nitsche u. Dovidas S.
    Es wurde bezogen auf Flüchtlinge nicht deren Qualität verglichen sondern vielmehr die damalige Leistung, Millionen von Flüchtlingen zu integrieren.
    Man sollte auch bei der Migrationswelle nicht den Fokus auf ein einziges Land wie Marokko legen sondern vielmehr die Drittländer mit Schwerpunkt Afrika betrachten. Lesen 6 setzen!

  7. Was einige EU Bürger hier vom Stapel lassen, im Namen Afrika’s, ist beispiellos!
    Kümmert euch doch, um die wieder erlangte braune Masse,die da durch eure Straßen zieht!!

  8. Da sind sie nun die wohlstandsgenährten und echauffieren sich über jede Art der Völkerverbindung. Dass an solchen Fähren immer Grenzbeamte stehen und dass es daher so gut wie unmöglich ist, illegal auf diese Fähre zu kommen sehen diese Leute nicht. Zwischen Marokko, Spanien, Frankreich und sogar Italien gibt es mehrere Fähren, die von den Städten Tanger und Nador abfahren. Zu den EU Städten Melilla und Ceuta (beide in Marokko gelegen) gibt es sogar Landverbindungen.

  9. @Volkmar Ballo

    Aks Deutscher hast du anscheinend Informationen, die mir nicht bekannt sind. Welche Firmen haben zum Beispiel Marokko als Werkbank benutzt? Was für überschüssige Landwirtschaftsprodukte werden von Deutschland nach Nordafrika verkauft?

    Und das mit den Vertriebenen aus Ostgebieten ist nicht eher ein Vergleich von Äpfeln und Birnen?

  10. Gibt schon immer eine Fährverbindung zwischen Algeciras und Tanger. Jetzt noch mal zu Volkmar Bollo. Selten solche Unwahrheiten gelesen. Manche malen sich die Welt wie sie ein gefällt. Ich weiss leider nicht woher der gute Mann das Recht nimmt die damaligen Flüchtlinge, was unsere Landsleute waren, mit den heutigen zu vergleichen. Geschichte 6 setzen.

  11. Jeder 8 Einwohner ist Marokkaner – Geschichtlich gehören die Berber zu den urvölkern der Kanaren. Von daher selbst wenn 100% Marokkaner wären auf den Inseln, wären würde sich nur die Historie wiederholen. Bekomm das kotzen, wenn Deutsche also EU-Ausländer meinen zu entscheiden was auf den Kanaren passieren soll. Ihr seit auch nicht immer auf den Islas gewünscht wie ihr denkt. Euch zeigt man das nicht, weil die Euronen schmecken. Mehr Menschlichkeit – Leute. Adios

  12. Verita
    Da ja nur Vergewaltiger, Mörder und IS-Kämpfer in den überfüllten Booten sitzen, wird es dich auch freuen, dass Hunderte von ihnen im Mittelmeer oder auf dem Atlantik ertrinken.
    Es ist nicht erheblich, wann die BRD begründet wurde, wichtig ist lediglich, dass es möglich war, Millionen Vertriebene zu integrieren. Man hat sie zum Glück übrigens nicht in Zeltstädten unter z.T. unmenschlichen, hygienischen Verhältnissen zusammengepfercht.
    Außerdem heißt es richtig: …..mit monatlicher, finanzieller Unterstützung…..

  13. @harrygo: 70% der sog. Flüchtlinge sollen Marokkaner sein, die alle das EU (Festland) als Ziel haben. Zumindest schreiben das die spanischen Medien (La Voz, etc.}, die mehrheitlich dem linkslieberalem Spektrum zuzuordnen sind. Auch sollte vielleicht erwähnt werden, dass bereits jeder 8 Einwohner der Kanaren Marokkaner ist bzw aus Marokko stammt (Quelle Google). Das ist keine politische Wertung meinerseits, sondern nur eine Situationsbeschreibung.
    Die Kommentare ion den Foren in den spanischen Medien zu diesem Thema sind jedoch eindeutig.

  14. Marokko hat keinen Krieg, also die Wenigsten Anspruch auf „Asyl“?Einwanderung auf legalem Weg ist in meinen Augen etwas ganz Anderes und müsste dann auch gesetzlich geregelt werden mit entsprechender Arbeitserlaubnis. Es darf nicht zum Einfallstor für alle Afrikaner werden, die ein besseres Leben suchen und hier keine Chancen auf Arbeit haben.Wieviel Arbeit können die Kanaren den Leuten denn bieten?Nur Armutszuwanderung in Lager kann ja nicht die Lösung sein?Auch viele europäische Länder wollen diese Menschen nicht mehr aufnehmen,da es nicht möglich ist,sie jemals wieder zurück zuschicken,auch bei Kriminalität nicht.Es sind Menschen aus einem anderen Kulturkreis mit anderen Gewohnheiten und Vorstellungen.Das ist zwischenzeitlich überall zu erkennen. Wer Arbeiten will,müsste ein Arbeisvisum erhalten können,wenn er denn gebraucht wird.Aber alle nur Asyl??Nein das kann es nicht sein,Herr Ballo.

  15. @Volkmar Ballo
    Ich zitiere Sie, Herr Ballo.
    „Man sollte sich mal daran erinnern, dass die Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg Millionen von Flüchtlingen aus den Ostgebieten aufgenommen hat.“
    Ist mir was entgangen?
    Ich kann mich nicht aus dem Geschichtsuntericht daran erinnern, dass die Flüchtlinge aus den Ostgebieten nach dem 2. Weltkrieg IS Kämpfer, Mörder und Vergewaltiger waren.
    Es waren Familien mit Kindern, die für Unterkunft und nötige Verpflegung dankbar waren.
    Ausserdem existierte die Bundesrepublik Deutschland in der Zeit noch gar nicht.
    Die BRD gibt es erst seit 1. Juli 1949
    Empfehle eine Unterbringung der Migranten in Ihrem Haus/Apartment mit monatliche finanzielle Unterstützung und Vollverpflegung.

  16. Es gab da schon mal eine Verbindung. Leider ist die Fähre abgesoffen. Einige Bekannte hatten die Fähre damals genutzt. Es wird höchste Zeit, dass es da mal wieder eine Fährverbindung gibt.

  17. @Volkmar Ballo: Sie vergleichen da Äpfel mit Kaktusfeigen. Die Vertriebenen aus den Ostgebieten waren Bürger des Landes, das einen Weltkrieg angezettelt (und zum Glück für die Welt) verloren hat. Das hat mit dem illegalen Immigrationsdruck auf die EU nichts zutun. Und die deutschen Vertriebenen (im DDR-kommunistischen „Framing“ als Umsiedler bezeichnet) wurden nicht von der Bundesrepublik aufgenommen, denn die gab es erst seit 1949, sondern sie sind vor der anrückenden Roten Armee nach Deutschland geflohen und schließlich in einer der vier Besatzungszonen angekommen. So viel Wissen um die jüngere Geschichte sollte schon da sein.
    Das hat mit ihrem Vergleich mit den pauschal als Flüchtende Bezeichneten aus anderen Kulturkreisen erst mal wenig gemein.
    Im übrigen ist es allgemein bekannt, dass es leistungsbereite „arme Drittländer“ gibt, deren Bevölkerung sich über die Phase einer verlängerten billigen Werkbank zu einem relativ veritablen Wohlstand emporarbeiten.
    Die weitgehend illegalen Flüchtlinge, die meist kaum eine Chance auf Anerkennung von Asylgründen haben, kommen eher aus Ländern, deren Despotien lange und noch immer mit wenig tauglicher westlicher Entwicklungshilfe gestützt wurden.

  18. @Volkmar Ballo:
    Großartiger Kommentar, vielen Danke dafür!

    @Paul Reichenbach, @verita, @Ina:
    Woher kommt diese Wut und dieser Zynismus?
    Wohin ist die Menschlichkeit verschwunden?
    Was muss passieren, damit Ihr Euer Mitgefühl wieder findet?

  19. Völlig unverständlich ,sollen doch eher ihre Flüchtlinge behalten !!
    Was das für ein Schwachsinn..Also Einladung per Fähre , was für ein Supergau!!!
    Denke, geht in Marokko allen so schlecht?

  20. Immer wieder liest man diese kurzsichtigen Kommentare zu aktuellen Problemen.
    Zu Paul: Man sollte sich mal daran erinnern, dass die Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg Millionen von Flüchtlingen aus den Ostgebieten aufgenommen hat. Auch diese wurden zunächst von der hiesigen Bevölkerung abgelehnt und haben dann doch erheblich zum späteren Wirtschaftswunder der BRD beigetragen. Dieses passierte dann im kleineren Maßstab auch nach der Wiedervereinigung.
    Vergessen darf an auch nicht, dass gerade die westlichen Industriestaaten jahrzehntelang davon profitiert haben, dass die armen Drittländer als verlängerte, billige Werkbank für diese Staaten fungiert haben. Die EU hat zudem auch noch durch billige Überschussexporte die dortige Landwirtschaft unwirtschaftlich werden lassen. Und heute wundert man sich, dass diese Menschen vor Hunger, Elend und Kriegen in die westlichen Länder fliehen.
    Außerdem bietet eine Fährlinie eine bessere Kontrolle von Flüchtlingen als die Pateras, die trotzdem weiterhin ihre selbstmörderischen Überfahrten durchführen werden.
    Seid lieber alle froh, dass ihr im Westen geboren wurdet. Das ist nämlich kein Verdienst sondern nur ein glücklicher Zufall.

    Zu Sabine:
    Ob eine solche Fährverbindung Sinn macht oder nicht, kann wohl Niemand heute abschätzen. Und was die möglichen EU-Gelder angeht, die wären in jedem Fall dort besser investiert als die Milliarden, die die EU solchen Despoten wie Kaczynski, Erdogan und Orban in den Rachen schmeißt! Mit dem Geld könnte man einige Fährverbindungen schaffen, ohne sich über solche Abzocker ärgern zu müssen.
    VB

  21. Ein willkommener Shuttelservice für Migranten aus Afrika. Dannach Unterbringung im 4 Sterne Hotel, selbstverständlich mit All Inklusiv und 24 Std. Ärztliche Versorgungsservice. Die monatliche finanzielle Hilfe darf auch nicht fehlen.

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