Sergio Lloret ist neuer Präsident der Inselregierung von Fuerteventura

Sergio-Lloret

In der Plenarsitzung des Cabildo de Fuerteventura wurde Sergio Lloret am Morgen des 11.03.2021 zum neuen Präsidenten der Inselregierung gewählt.

Damit ist er nach Lola Garcia, die durch ein Misstrauensvotum aus dem Amt ausscheiden musste, und Blas Acosta, der nach dem Verlust der Mehrheit im Cabildo zurückgetreten ist, der dritte Präsident des Inselrates in dieser Legislaturperiode, in der nicht einmal 2 Jahre vergangen sind.

Sergio Lloret ist der Spitzenkandidat der Partei Asamblea Municipal de Fuerteventura (AMF), die bei der letzten Regionalwahl im Mai 2019 nur zwei Sitze im Cabildo erringen konnte.

Er gewann die Wahl zum Cabildo-Präsidenten mit den 4 Stimmen der Partido Popular (PP), den 7 Stimmen der Coalición Canaria (CC) und natürlich den beiden Stimmen der eigenen Partei (AMF).

Der Präsidentschaftskandidat der Sozialistischen Partei (PSOE) erreichte nur 10 Stimmen; 7 der eigenen Partei, 2 von Podemos und 1 von Alejandro Jorge (Nueva Canaria/ NC).

Neben seiner Funktion als Präsident der Inselregierung übernimmt Lloret die Führung der Ressorts für Bauwesen und Infrastruktur, Sicherheit und Notfälle und allgemeine Dienstleistungen.

Lloret betont „schwierigste soziale und wirtschaftliche Situation“ auf Fuerteventura

In seiner Antrittsrede als Präsident des Cabildo de Fuerteventura betonte Sergio Lloret die „schwierigste soziale und wirtschaftliche Situation der Insel mit 15.000 Arbeitslosen und 11.000 Arbeitnehmern in suspendierten Arbeitsverhältnissen sowie mit der Zerstörung von 10% der Unternehmen.

In diesem Sinne müsse man über die Verletzlichkeiten einer Insel reflektieren, die so sehr vom Tourismus abhängt, einem Sektor, der von der Pandemie niedergestreckt wurde, und intensiv daran arbeiten, diese zu korrigieren, erklärte Lloret weiter.

Deshalb habe es Priorität, Beschäftigung zu generieren. Eine der ersten Maßnahmen sei der soziale Notfallplan im kürzlich verabschiedeten Haushalt, um die am stärksten Benachteiligten zu versorgen.

Lloret verpflichtete sich dem „Anstoß“ von Beschäftigungsplänen, den Hilfen für kleine Unternehmen und Selbständige und der Sorge für den vernachlässigten primären Sektor.

Neben dieser „paliativen“ Politik müssten „bedeutenden öffentlichen Investitionen“ in Basis-Infrastruktur, in soziale und medizinische Einrichtungen und und die Trinkwasserversorgung erfolgen.

Private Initiativen erleichtern

Der neue Präsident des Cabildo de Fuerteventura räumte ein, dass es schwierig sei, die Insel nur durch Aktionen der öffentlichen Institutionen dahin zu tragen, wo wir wollen, und den Wohlstand wieder herzustellen. Daher müssten private Initiativen erleichtert werden. Dennoch müssten solche privaten Investitionen von der kleinsten Renovierung bis zu inselweit relevanten Vorhaben Respekt gegenüber unseren Territorium haben. Daher müssten diese im Vorfeld analysiert werden und eine Konsens gefunden werden und ihre Durchführung müsse mit absoluter Transparenz erfolgen.

Lloret warb dafür, Privatleuten und Unternehmen, die auf Fuerteventura setzen wollen, die erforderliche Rechtssicherheit zu gewährleisten und den Raumordnungsplan für die Insel rechtssicher voranzutreiben.

Man wolle entschlossen auf die wirtschaftliche Diversifizierung setzen, mit Aktivitäten, die respektvoll mit unserem Territorium umgehen.

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2 Kommentare

  1. Herzliche Glückwünsche an Sergio Lloret. Und habe er auch Fortune.
    Beschäftigung zu generieren wird sein vorrangiges Ziel sein müssen.
    Aber was soll ein fragwürdiges Projekt wie die Filmstudios , wenn damit soviel Natur geopfert wird.
    Tourismus wird zweifellos auch in Zukunft der der Hauptbrötchengeber sein. Er wird schneller wieder da sein als zur Zeit vorstellbar. Hier Fortschritt zu schaffen ist am Wichtigsten.Vielleicht sollte ein attraktiver Weg zum Impfen Beschleunigung bringen. Sputnik aus Italien z. B.
    Und schnelles zuverlässiges Internet für all die neu gelernten Home officers!

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