Trampeltier „Francisco“ erblickt das Licht der Welt im Oasis Wildlife Fuerteventura

Trampeltiere-Fuerteventura

Wie wir bereits berichteten, hat im „Dromemilk“, der größten Kamelfarm Europas der Babyboom bereits Ende Februar begonnen. Nun kann der Park die Geburt eines in der freien Natur sehr selten gewordenen Trampeltiers feiern.

Riesig war die Freude im Oasis Wildlife Fuerteventura, als klar war, dass eine der beiden Trampeltierdamen der kleinen Herde trächtig war.

In dieser Herde lebt ein Hengst mit dem Namen Chewaka mit zwei Stuten (Ana und Bactria) im Oasis Wildlife Fuerteventura. Nun hat Stute Ana mit dem bei der Geburt 47kg schweren, männlichen Fohlen ein weiteres Mitglied in die Herde geboren. Der kleine Francisco ist das erste Trampeltier überhaupt, das im Oasis Wildlife Fuerteventura geboren wird.

Geburt vor Schülern aus Antigua

Schüler aus Antigua, die zufällig am Tag der Geburt von Francisco den Park besuchten, staunten nicht schlecht, als sie die Geburt des Kleinen miterleben durften.

Anfangs musste das Fohlen mit der Flasche gefüttert werden. Bei erst gebärenden Müttern kommt es häufiger vor, dass sie zunächst das Fohlen nicht trinken lassen. Inzwischen säugt Mama Ana das Fohlen aber vorbildlich. Francisco ist sehr verspielt und kann in einigen Tagen auch erstmals von den Besuchern des Oasis Wildlife Fuerteventura bestaunt werden.

Papa Chewaka trägt seinen Namen zurecht

Bis der kleine Francisco so groß und stattlich wird, wie Papa Chewaka, wird es noch ein Weilchen dauern.

Der Name des bis dato einzigen männlichen Exemplars der Trampelherde in La Lajita ist übrigens tatsächlich sehr gut gewählt. Chewaka hat in der Tat jede Menge Ähnlichkeit mit Chewbacca von Star Wars. Die Ähnlichkeit reicht dabei über die äußere Erscheinung hinaus. Sogar die Geräusche, die der Trampeltier-Hengst macht, gleichen denen seines berühmten Namensgebers. Gleichzeitig ist das große Tier aber auch sehr friedlich und wird von seinen Pflegern als ein sehr nobles Tier beschrieben.

Chewaka, Trampeltierhengst im Oasis Wildlife Fuerteventura

Trampeltiere

Trampeltiere und Dromedare gehören zur Familie der Kamele (wissenschaftlich Camelidae). Sie auseinander zu halten ist aber recht einfach. Trampeltiere haben im Gegensatz zu den Dromedaren zwei Höcker.

Ausgewachsene Trampeltiere erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 3 Metern und eine Schulterhöhe von 1,80 bis 2,30 Metern. Ihr Gewicht liegt im Mittel zwischen 450 und 500kg.

Ihre Fellfarbe reicht von sandgrau bis dunkelbraun. Die Tiere haben im Nacken und an der Kehle die längsten Haare. Männchen sind in der Regel stärker behaart als die Weibchen.

In der freien Natur gibt es weltweit nur noch rund 1000 Trampeltiere. Fast alle der heute in den Zoos gehaltenen Tiere sind Nachkommen der domestizierten Trampeltiere. Diese unterscheiden sich von den wildlebenden Tieren leicht im Körperbau. Die wildlebendem Trampeltiere sind noch toleranter für salzhaltiges Wasser. Insgesamt hat diese Toleranz bei der Verwertung salzhaltigen Wassers den Tieren den Namen „Salzwasserkamel“ eingebracht.

Die Domestizierung der Trampeltiere begann vermutlich um 2.500 vor Christus im westlichen Bereich von Zentralasien. Die Tiere wurden als Lastentiere genutzt, aber auch ihre Milch wurde verwendet, ebenso wie ihr Fleisch und ihr Fell. Erst 1876 entdeckte man die freilebenden Trampeltiere. Heute gibt es noch rund 600 Tiere in China und ca. 350 Tiere in der Mongolei. Daher wird das Trampeltier als vom Aussterben bedroht katalogisiert.

Die Tiere fressen ausschließlich pflanzliche Nahrung und können Dank der Fettspeicher in ihren Höckern auch lange Hungerperioden überstehen.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/

3 Kommentare

  1. Wie schön ..das freut mich.Gern würde ich den Park einmal kennenlernen.Wer weiss wann das wieder unter normalen Bedingungen möglich sein wird.Momentan möchte ich ungern reisen. Vermisse Fuerte sehr u.sende dem tollen Team liebe Grüsse.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten