Zwei Giftköder-Spürhunde arbeiten auf Fuerteventura

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„Duc“ und „Menta“ sind seit April 2019 die besten Waffen im Kampf gegen ausgelegte Gifte auf Fuerteventura. Die beiden Hunde sind Teil des europäischen Projekts „Life Egyptian Vulture“, das Schutzprogramm des Schmutzgeiers auf den Kanaren.

Der belgische Schäferhund und der Springer Spaniel leben in der biologischen Station in La Oliva. Sie wird vom Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) betrieben und untersteht der Umweltabteilung des Cabildos.

Die Hunde werden auf Fuerteventura und Lanzarote eingesetzt. Dabei werden sie von Beamten der Umweltbehörde, der SEPRONA (Umweltabteilung der Guardia Civil), Beamten der Policia Local oder der Nationalpolizei und ihrem Hundeführer begleitet.

Die Hunde werden an Orten eingesetzt, an denen die Auslegung von Giftködern vermutet wird. So wurden „Duc“ und „Menta“ zum Beispiel in Cofete eingesetzt, als dort insgesamt 5 tote Guirres (Schmutzgeier) gefunden worden waren. Dort vermutete man die Auslegung von Giftködern oder vergiftetes Aas als Auslöser. Es konnte seinerzeit aber kein Gift aufgefunden werden.

Giftköder – häufige Todesursache für Schmutzgeier

Die Auslegung von Giftködern in der Landwirtschaft z.B. gegen Tauben, Raben oder Kaninchen ist heutzutage verboten. Dennoch legen Unbelehrbare weiterhin teilweise Giftköder aus. Verenden dann Tiere an diesen, fressen die Schmutzgeier das Aas und können sich vergiften. Auch Vergiftungen durch Blei sind bekannt. Wenn z.B. mit Schrot geschossene Tiere verenden und nicht vom Jäger gefunden werden, letztlich aber vom aasfressenden Geier aufgefunden werden.

Hunde durchkämmen verdächtige Gebiete

Die beiden Hunde können eingesetzt werden, um verdächtige Gebiete zu „durchsuchen“. Da diese Arbeit für die beiden ausgebildeten Tiere sehr anstrengend ist, müssen sie sich im Takt von etwa einer halben Stunde ständig abwechseln. So können die Tiere gemeinsam ein größeres Gebiet durchsuchen.

Beide Hunde sind speziell ausgebildet. Aber auch die Beamten, die die Hunde begleiten, sind speziell ausgebildet. Sie haben diverse Fortbildungen gemeistert und kennen sich im Bereich Gifte und Giftköder, Verwendung und Art genau aus. So können sie nach einem möglichen Fund auch versuchen, den Verursacher / Ausbringer ausfindig zu machen.

Fuerteventura – Schmutzgeier

Der Guirre (Fuerteventura-Schmutzgeier, wissenschaftlich Neophron percnopterus majorensis) ist eine Unterart des Schmutzgeiers und kommt nur auf Fuerteventura und Lanzarote vor. Der Guirre steht auf der spanischen „Liste der vom Aussterben bedrohten Arten“ und ist im „Kanarischen Katalog der geschützten Arten“ aufgeführt.

Seit 2006 gibt es ein Arterhaltungsprogramm, dass es geschafft hat, die stärksten Bedrohungen für den Fortbestand der Art zu minimieren. Seither sieht man auch wieder häufiger, wie die großen und majestätischen Tiere am Himmel ihre Kreise ziehen.

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