Coronavirus Fuerteventura: Coronaampel bleibt auf „rot“. Inzidenz sinkt auf allen Kanaren

Coronaampel-Rot-Fuerteventura

Die mittlerweile 5. Corona-Welle auf den Kanarischen Inseln scheint gebrochen, zumindest wenn man ausschließlich die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz betrachtet. Auf allen Inseln fällt die Zahl der Neuinfektionen deutlich.

Besonders deutlich ist der Rückgang der Inzidenzen auf den beiden „großen“ Kanaren-Inseln. Die 7-Tage-Inzidenz auf Gran Canaria und Teneriffa liegen am 12.08.2021 fast gleichauf bei rund 183. Beide Inseln haben sich deutlich von den bisherigen Maxima bei knapp 325 (Teneriffa) bzw. 262 (Gran Canaria) entfernt, die sie Ende Juli bzw. Anfang August 2021 markiert hatten.

Auch die 7-Tage-Inzidenz der Kanaren insgesamt ist von ihrem Maximum bei 260 am 28.07.2021 auf 165,8 am 12.08.2021 zurückgegangen.

Fuerteventura hatte am 31.07.2021 ihr bisherige Maximum der 7-Tage-Inzidenz bei 214,6 erreicht. Am 12.08.2021 war sie auf 139,5 gesunken. Allerdings ist der Trend auf Fuerteventura nicht so eindeutig wie auf Teneriffa und Gran Canaria. Vielmehr befindet sich der Trend auf Fuerteventura seit dem 07.08.2021 in einer unentschlossenen Seitwärtsbewegung.

Kanarische Regierung lässt Corona-Ampel für Fuerteventura auf „rot“

In ihrer wöchentlichen Sitzung hat die kanarische Regierung am Donnerstag, 12.08.2021, die Risikolage für die einzelnen Inseln neu bewertet. Für Fuerteventura bleibt die Warnstufe unverändert bei 3 bzw. bei „rot“. (Hier die Maßnahmen in Stufe „Rot“)

Diese Risikoeinstufung orientiert sich nicht nur an den Inzidenzwerten der Gesamtbevölkerung. Sie betrachtet auch die Inzidenzen in verschiedenen Altersgruppen. Die 7-Inzidenz der über 65-Jährigen liegt auf Fuerteventura bei knapp unter 80, womit dieser Faktor mit einem „sehr hohen Risiko“ bewertet wird.

Die Positiven-Rate liegt auf Fuerteventura bei 7,76%, was als mittleres Risiko angesehen wird. Auf Teneriffa und Gran Canaria liegt die Positivenrate bei 10,67% bzw. 10,45%.

Ein weiteres Kriterium ist die Nachverfolgbarkeit. Diese liegt auf Fuerteventura bei 61,08%, was als mittleres Risiko angesehen wird. Auf Teneriffa konnten nur 44,7% der Neuinfektionen nachverfolgt werden.

Die Belegung der Intensivstation zu 13,64% durch Covid-Patienten stellt ebenfalls ein „mittleres Risiko“ dar. Die Belegung war kurzfristig auf Fuerteventura sogar auf über 17% hochgegangen, was als „hohes Risiko“ bewertet würde.

5. Welle auf den Intensivstationen noch nicht durch

Während die Zahl der täglichen Neuinfektionen bereits deutlich rückläufig ist, schwillt die 5. Welle in den Intensivstationen vor allem auf Teneriffa weiter an.

Am 11.08.2021 erreichte die Zahl der Intensivpatienten auf den Kanaren mit 107 den höchsten Wert seit Pandemiebeginn. Damit sind jetzt bereits genauso viele Covid-Patienten auf der Intensivstation wie im April 2020, als dieser Maximalwert zum ersten Mal registriert wurde. Zurzeit geht der Trend allerdings noch nach oben, weshalb neue Maximalwerte möglich sind.

Auf Teneriffa sind mittlerweile 34,39% aller Intensivbetten durch Covid-Patienten belegt. Vor einer Woche waren es noch rund 30%. Rund 90% davon sind ungeimpft. Das Durchschnittsalter der Intensivpatienten liegt bei 46 Jahren.

In einzelnen kanarischen Krankenhäusern ist die Belegungssituation der Intensivstation sehr kritisch. Im Universitätsklinikum Dr. Negrin auf Gran Canaria waren am 12.08.2021 insgesamt 80,06% der Intensivbetten belegt (Covid und Nicht-Covid). Im Universitätklinikum Sra. de la Candelaria auf Teneriffa waren sogar 86% aller Intensivbetten belegt.

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16 Kommentare

  1. Wir fliegen am 29. August nach Fuerteventura.
    Hoffen auf einen tollen Urlaub, wie immer auf der Insel. Wir sind geimpft, sind vorsichtig und halten alle Regeln ein.
    Das muss aber jeder für sich entscheiden.
    Wir freuen uns schon ganz doll.

  2. Vernunft alleine hilft nicht. Bleibt Kontrolle. Die gibt es nicht. Die Kontrollorgane in Corralejo beschränken sich auf pressewirksame Aktionen ein mal im Monat und glänzen sonst mit Abwesenheit und absolutem Nichtstun. Überall große Gruppen und private Parties, die nachweislich auf Fuerte die Hauptansteckungsquelle sind………….

    • Lieber Mike,
      Ich kann dir nur zustimmen, das habe ich vor 4 Wochen auch schon geschrieben.
      Leider sieht die Realität tatsächlich so aus wie du es schilderst,auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen.

  3. @ CS
    @ Ingo K
    @ Hillle
    @ Volker S

    …wenn euch doch „zahlen“ egal sind, euer ego so ausgeprägt ist, – dann fahrt doch einfach…ist doch alles gut…

    Übrigens: Nehmt Euch viel Sonnenöl mit – es ist hier aktuell total heiß…

    Grüße

    • Zahlen sind mir nicht egal, aber sie sind auch nicht alles. Egoismus sehe ich da keinen, wenn man sich richtig verhält. Egoistisch sind diejenigen, die keine Masken tragen, keinen Abstand halten, sich (sofern es ihre Gesundheit erlaubt) nicht Impfen lassen. Das sind Egoisten. Wenn man Rücksicht nimmt, dann kann man auch ohne Probleme nach Fuerte fliegen trotz Corona.

  4. Man kann gut hier sein und sich an die Regeln halten und ist dabei relativ sicher.
    Aufgrund der guten Berichterstattung in der Fuerteventura Zeitung haben wir uns innerhalb von 12 Monaten zum 3. Mal hierher getraut und uns jedes Mal sehr gut erholt.

    Bei mir entsteht gerade der Eindruck, dass einige Touristen hierher kommen, um Urlaub von den
    Pandemie- „Einschränkungen“ zu machen. Gestern Nacht haben ca. 40 Menschen (den betrunkenen gegrölten Wortfetzen nach Franzosen und Deutsche) stundenlang eng auf einer Stelle Party am Strand der Costa Calma gemacht.

    Vor 3 Tagen im Oasis Park hat sich mindestens die Hälfte der Besucher nicht an die Regeln gehalten. Keine Maske oder Maske unter der Nase und sich dann ohne Abstand an die Menschen gequetscht, die bereits an einem Gehege standen. Der Park weist nur am Eingang auf die Regeln hin.
    Zum Glück fanden beide Ereignisse im Freien statt.

    In meinem Umfeld habe ich 3 Todesfälle durch Corona mitbekommen.
    Ich erlebe in meinem Berufsalltag, in dem ich häufig mit positiv Getesteten in Kontakt bin, dass Maske, Abstand und Lüften tatsächlich Ansteckungen verhindern.

  5. Die Richtung ist vorgegeben.
    Wir kommen auch Ende September wenn sich nichts großartiges verändert. ( z. B. Maskenplicht überall im Freien )
    Freuen uns schon auf die wünderschöne Insel.
    Riesen Kompliment an die Fuerteventura-Zeitung für die aktuellen Informationen und tollen Berichte.

    • Was ist dein Problem? Ja wollen in den Urlaub. Letztes Jahr konnten wir nicht. Deswegen hoffen wir das es dieses mal klappt. also was ist dein problem? Kannst du anderen nichts gönnen? Wir sind alle geimpft und halten IMMER alle regeln ein. Von und geht also kaum ein Problem aus

      • Tja, die Aussage in dem letzten Satz ist ein Problem. Auch Geimpfte werden infiziert und solange ihre Virenlast, bei Delta das TAUSENDFACHE der Urform, nicht bekämpft ist, stecken sie eben andere Personen genauso an. Die Impfung sorgt für eine schnellere Eliminiung der Viren und dafür, dass man selbst nicht schwer erkrankt, in den meisten Fällen jedenfalls.
        Aber die Viren, die Geimpfte und Ungeimpfte anfliegen, sind identisch. Sie sind nur unterschiedlich lange infektiös.
        Also bitte vorsichtig sein auch weiterhin für sich und andere.

    • was ist daran falsch zu hoffen dass die Zahlen weiter sinken ?
      bzw. was ist daran falsch seinen Urlaub auf Fuerte verbringen zu wollen ?
      Kann da keinen falschen Gedankenansatz erkennen.
      Gruß
      Volker

    • Warum falscher Gedankenansatz?Das muss doch jeder für sich selbst entscheiden 😳Wenn Horst zu Hause bleiben WILL dann darf er das😇

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