Fuerteventura: Bürger von Costa Calma rufen zu Demonstration am 11.06.22 auf

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In Fuerteventuras südlichster Gemeinde gehen die Proteste an der Costa Calma weiter. Für den 11.06.2022 ist ab 17.00 Uhr eine Demonstration geplant und auch bereits von den entsprechenden Behörden autorisiert worden.

Löcher in den Straßen, Dreck und Müll überall, der Palmenwald wird nicht gepflegt, teilweise gibt es keine Beleuchtung oder sie fehlt, in Teilen der Costa Calma gibt und gab es Probleme mit der Wasserversorgung und, und, und. Die Liste der Probleme an der Costa Calma, die die Bewohner beklagen, nimmt kein Ende. Die Plattform Pueblo de Costa Calma hat daher eine Demonstration angemeldet, in der die Bewohner gegen die Vernachlässigung ihres Ortes demonstrieren werden.

Bürger demonstrieren gegen die die Vernachlässigung von Costa Calma

Ab 17 Uhr am 11.06.2022 wird die Demonstration stattfinden. Startpunkt ist die Calle Punta de los Molinillos, Ecke Calle Playa de las Pilas in der Nähe des Shoppingcenters Bahia Calma („neuer“ Padilla) . Von dort geht es über die Calle Punta Junquillo, Calle Sicasumbre, Avenida Jahn Reisen und Calle Playa de las Pilas.

Der Schlußakt findet am Fußballstadion von Costa Calma statt. Achtung, dorthin müssen die Teilnehmer selbst kommen.

Die Demonstration wendet sich ausdrücklich auch an die Bewohner von La Pared, La Lajita und Esquinzo. Auch in diesen Orten / Urbanisationen gibt es weiter große Defizite.

Friedliche und autorisierte Demo an der Costa Calma

In der Ankündigung der Demonstration ruft die Plattform „Pueblo de Costa Calma“ ausdrücklich zu einer friedlichen und vor allem autorisierten Demonstration auf. Man will auf diese Art „fordern, dass die die Gemeinde Pájara ihrerseits die zuständigen Erschließungsträger auffordert, die Anomalien und oder Mängel in jeder der Urbanisationen zu beseitigen“.

Eine unendliche Geschichte?

Bereits seit Jahren brodelt es bezüglich der Übernahme der Urbanisationen in der Gemeinde Pajara. Die Urbanisation La Pared z.B. musste die Gemeinde Pájara bereits vor Jahren via Gerichtsurteil übernehmen. Für den Teil Cañada del Rio an der Costa Calma liegt ebenfalls bereits ein Gerichtsurteil von, nachdem die Gemeinde auch hier die Urbanisation bereits „stillschweigend“ übernommen hat. Wer sich für die genauen Umstände dieses Urteils und die Rechtslage rund um die sogenannten Urbanisationen interessiert, kann unter folgendem Link informieren: Gericht verurteilt Gemeinde Pájara zur Übernahme der Urbanisation Cañada del Rio in Costa Calma

Zuletzt hatte es in Teilen der Costa Calma wegen des Ausfalls in einer Pumpenstation in diversen Haushalten für 5, teilweise auch 6 Tage gar keine Versorgung mit Wasser von der Straße gegeben. Zuvor hatte es im gleichen Bereich bereits wochenlang teilweise nur nachts, teilweise gar kein Wasser gegeben.

Die Tatsache, dass viele hundert Bürger an der Costa Calma tagelang komplett von der Wasserversorgung abgeschnitten waren, hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Zwar hatte die Gemeinde Pájara letztlich die Verantwortung für die Erneuerung der Pumpen übernommen und so die Wasserversorgung wieder hergestellt, die Bewohner der Costa Calma sind es aber einfach leid, dass politische und wirtschaftliche Streitigkeiten auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Daher rufen sie zu zahlreicher und friedlicher Teilnahme auf.

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12 Kommentare

  1. Wie bei so vielem, gibt es wohl auch hier zwei Seiten zu betrachten.

    Nämlich die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke und die damit verbundene Pflichtausübung.

    Zum einen die Gemeinde, zum anderen gewisse Hoteleketteneigentümer, die sich wohl gar zu gern auf Pflichtvernachlässigung ausruhen und lieber Gerichtsstreite für Zuständigkeit führen, bis auch die letzte Palme grau geworden ist …

    Da diese ihre Hotels in den letzten Jahren geschlossen hielten, konnte man hier auch keine Abwässer generieren, die zu großen Teilen zur Bewässerung genutzt wurden. Denn meines Wissens war es nicht die Gemeinde, die dies vertraglich zu erfüllen hatte.
    An einer Belebung der Infrastruktur oder gar der Kneipenszene dürften die Hoteleigentümer noch weniger interessiert sein, versuchen diese ja lediglich ihre Kunden innerhalb der Mauern zu halten…
    Und der Tourist dankt es mit der bunten AI-Handgelenkfessel ….

    Ansonsten gibt es schon über ein Jahr Bemühungen, der Vermüllung endlich entgegenzutreten, auch die Fuerteventura Zeitung berichtete ja bereits.
    Ebenso gibt es noch einen lokalen deutschsprachigen Radiosender ( SOL.FM) welcher meines Wissens auch sehr engagiert mit Lokalploitikern zusammenarbeitet, um hier mehr Transparenz zu schaffen.

    Alles in allem ist die Costa Calma zwar ein sehr schöner Hotelstandort, falls er direkt am Meer gelegen ist – ein Ort mit Flair und Bummelmeile, Kneipenviertel oder Promenade Laufsteg wird er nie werden da lege ich mich fest. Denn zu einer Belebung fehlen viele Faktoren – und in meinen Augen ist dies zu fast 100% dem AI Tourismus anzulasten, und damit indirekt dem Verbraucher selbst.

    Selbstverständlich hat dies nichts mit dem ungepflegten Erscheinungsbild des Ortes zu tun, aber die Aussagen der Leute das sie Costa Calma meiden und lieber woanders (Jandia?Esquinzo?Caleta de Fuste???) Urlaub machen, halte ich für scheinheilig, ich vermute, man wechselt schlicht in eine günstigere Kategorie…und wer Kneipenviertel in kanarischer Manier suchte, musste schon immer nach Morro …..

    • Der rechtliche Hintergrund ist so kompliziert, dass Gerichte sich mit der Frage der Zuständigkeit jahrelang auseinandergesetzt haben. Das Urteil ist eindeutig: Die Gemeinde hat die Urbanisation stillschweigend übernommen und ist seitdem für u.a. für die Pflege der Grünanlagen zuständig. Eine vertragliche Vereinbarung, wie Du annimmst, gibt es nicht. Die Aussage, dass „AI-Hotels die Gäste innerhalb der Mauern halten wollen“, enthält einen bedeutenden Denkfehler: Welches Interesse hat ein Hotelier, seine AI-Gäste im Hotel zu halten? Damit sie noch mehr konsumieren? Nein, ganz im Gegenteil, je mehr AI-Gäste außerhalb des Hotels essen und trinken, desto weniger tun sie das im AI-Hotel und desto weniger kosten sie den Hotelier. Nur wenn der Hotelier mit dem Verkauf von Speisen und Getränken seinen Gewinn steigern könnte, würde er alles daran setzen, dass seine Gäste im Hotel bleiben. Dies haben mir mehrere Hoteldirektoren auf Fuerteventura bestätigt. Aber vielleicht haben die auch etwas übersehen? Die SBH-Hotels, alles AI-Hotels haben (zumindest vor Corona) übrigens sogar Flyer mit Restaurantempfehlungen an ihre Gäste herausgegeben.

  2. Ich komme gerade von der Costa Calma zurück und hatte den Eindruck, dass zumindest ein wenig am Plamenwäldchen gearbeitet wird: Die Gewächse wurden teilweise zurück geschnitten (direkt am Kreisverkehr), die abgeschnittenen Äste wurden in Haufen am Rand zusammen getragen und einige gefüllte Müllsäcke lagen ebenfalls am Wegesrand. Es scheint etwas zu passieren, auch wenn es nun extrem viel zu tun gibt, weil die jahrelange Vernachlässigung mittlerweile immense Auswirkungen hat. Es wird dauern, das alles wieder schön zu machen, zumal einge Gewächse auch gar nicht mehr zu retten sind und ganze Palmen abgetragen werden müssen.

    Auf den Straßen liegt nicht mehr ganz so viel Hundekot wie noch im Januar, so mein Eindruck.

    Alles andere ist allerdings immer noch schlimmer als erbärmlich. Leider.
    Es wird ein Riesenakt sein, dass alles wieder in Ordnung zu bringen.
    Hoffen wir, dass die Demo etwas gebracht hat bzw. bringen wird.

  3. Wie all die Jahre, waren mein Mann und ich auch 2022 wieder von Januar bis April in Costa Calma. Auch wir waren entsetzt über die Zustände dort, überall Müll, der Palmenweg total verwahrlost, überall fehlende Beleuchtung! Wirklich eine Schande und keine Werbung für Touristen. Und das nach CORONA mit allen finanziellen Schwierigkeiten. So kann man auch alles kaputt machen!! SCHADE 😒

  4. Waren 2021 im August nach langer Zeit dort. Es ist leider eine trostlose Gegend geworden. Der Zustand des Waldes und die ehemalige nette Lokale sind total verkommen. Zum Glück hatten wir all inklusive gebucht. Es gibt kaum bis nichts, wo man Abends einen schönen Abend verbringen kann. Tut einem in der Seele weh. Haben uns daher entschlossen, Costa Calma für die nächste Jahre zu meiden. Was sehr schade ist. Waren die letzten 10 Jahre fünf mal da.

    • Diese Aussage ist nicht präzise genug, um wahr zu sein. Es gibt zum einen den Ort Pájara und zum anderen die gleichnamige Gemeinde Pájara. Da z.B. Costa Calma in der Gemeinde Pájara liegt, ist in Pájara leider nicht alles schön und gepflegt, wenn sich damit auf das Gemeindegebiet bezieht. Im Ort Pájara mag der Eindruck ein anderer sein.

  5. wenn das nichts bringt werden wir uns für die Wintermonate an einem sauberen Ort einquartieren,war letzten Winter sehr schlimm das mit ansehen zu müssen wie alles verkommt,ich verstehe es nicht und bedauere die Menschen sehr die dort leben müssen

  6. Hoffentlich bringt das was. Was an der Costa calma in den letzten Jahren passiert ist, ist eine Katastrophe.
    Ich drücke den Menschen die Daumen und hoffe inständig das ab sofort, nur noch positive Nachrichten von der Costa calma kommen. Wir sehen uns bald wieder.

  7. Kein Wunder das die Menschen auf die Barrikaden gehen.🙄
    War die Costa Calma früher mal ein vorzeige Ort auf der Insel so wirkt inzwischen alles verlottert und runtergekommen,vor allem die Palmen Allee ist in einem trostlosen Zustand. Und überall liegt Müll in der Landschaft verstreut, angefangen von leeren Verpackungen bis zu ausrangierten Möbelstücken.Aber auch wer zu Fuß unterwegs ist sollte auf der Hut sein. Überall auf den Gehwegen lose Kacheln, Abdeckungen aus Blech welche starke Durchrostungen aufweisen sofern sie nicht ganz fehlen .Wenn dann noch die Beleuchtung defekt ist wird der Abendliche Spaziergang zu einem Abenteuer.Das es auch anders geht sieht man in Morro Jable.War ich in der Vergangenheit gerne an der Costa Calma zieht es mich im Juli diesen Jahres auch nach Morro Jable.😊

    • Nach Corona freut sich der Tourist auf Costa Calma wie man es aus Vergangenheit kennt und ist nun enttäuscht über den Zustand des schönes Waldes zwischen den beiden Hauptstraßen. Wenn dort nicht bald etwas passiert werden immer mehr Touristen sich anders orientieren, dass wäre sehr sehr schade!

      • kann das nur bestätigen; sind gerade zurückgekehrt und müssen feststellen, dass sich niemand um den Ort Costa Calma kümmert. Hier sollten sich Gemeinde und Hoteliers an einen Tisch setzen und Sofortmaßnahmen beschließen oder will man keine Touristen mehr?

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