35 Ertrunkene auf den Kanaren, davon 7 auf Fuerteventura in den ersten 7 Monaten 2022

Strand-Ertrinken

Die Zahl der Urlauber auf Fuerteventura und den Kanaren hat sich gegenüber den Jahren 2020 und 2021 wieder deutlich erholt.

Und je mehr Menschen an Stränden oder in natürlichen Felsenpools und Swimmingpools baden und an den Küsten und von Booten aus angeln, tauchen oder schnorcheln oder sonstige Wassersportarten ausüben, umso häufiger kommt es zu Unfällen und somit leider auch zum Tod durch Ertrinken.

Und so sind auf den Kanarischen Inseln in den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 insgesamt 35 Menschen durch Ertrinken ums Leben gekommen. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2021 waren es 27 und in 2020 nur 22.

Zum Vergleich: bis einschließlich 28. Juli 2022 sind auf den Kanarischen Inseln insgesamt 16 Menschen bei Verkehrsunfällen auf kanarischen Landstraßen ums Leben gekommen, also nicht einmal halb so viele wie durch Ertrinken.

Zu den 35 Badetoten kommen 5 lebensbedrohlich Verletzte, 12 Schwerverletzte, 27 Menschen mit moderaten Verletzungen und 7 Leichtverletzte hinzu. 13 weitere Personen mussten aus einer Notlage aus dem Wasser gerettet werden, ohne Verletzungen davonzutragen. Insgesamt kam es also über alle Schweregrade hinweg zu 99 Zwischenfällen an den Küsten und sonstigen Wasserflächen auf den Kanarischen Inseln.

Die meisten Badetoten, nämlich 9, wurden auf Teneriffa gezählt . Gran Canaria folgt mit 8 Verstorbenen. Auf Fuerteventura waren es 7, auf Lanzarote 6, auf La Gomera 3 und El Hierro und La Palma jeweils 1.

Rund zwei Drittel der Opfer waren Ausländer

67% der Ertrunkenen waren Ausländer. 20% der Opfer waren über 60 Jahre alt.

63% der Opfer starben beim Baden, 11% beim Angeln, 3% beim Tauchen oder Schnorcheln und 9% bei sonstigen Wassersportarten, sowie 14% bei sonstigen Aktivitäten.

Auf Fuerteventura gelten die Strände und Küstenabschnitte im Norden und Westen als besonders gefährlich. Dazu gehören unter anderen der Strand von Cofete und der Strand von La Pared.

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8 Kommentare

  1. Als jemand der Wellenreiten in cofete an der vorderen Line draußen überlebt hat kann ich nur sagen wer da baden geht handelt vorsätzlich Eltern die ihre Kinder an Stränden wie cofete fuerte, los Gigantes Teneriffa und zb san Felipe in Gran Canaria ins Wasser schicken sind entweder total unerfahren oder handeln vorsätzlich. Wenn man hier auf den inseln wohnt und von klein auf diese Bedingungen auch kennt , ertrinkt man natürlich eher nicht da es ja keine Strudel sind die einen auf den Meeresgrund ziehen . 90% der Leute sterben wegen schlechter körperlicher Kondition , schwimmen in Panik gegen den Strom , orientierungsverlust oder werden gegen Felsen gezogen. Das wichtige ist der Respekt vor dem Meer und auf die Warnungen zu achten und nicht nach dem Motto ist ja nur Wasser mal zu probieren ob man als Tourist überlebt. Übungsrevier hier : La cicer Las Palmas da ist man sicher und kann Strömungen lernen

  2. Von Urlaubern wird immer wieder unterschätzt, daß es sich bei den Kanaren um Inseln im ATLANTIK handelt, deren Meeresströmungen keinesfalls mit dem Mittelmeer verglichen werden dürfen! An den Nordküsten ALLER Inseln herrscht stärkere Strömung mit Unterwasserstrudeln (vor allem in den Wintermonaten) !!! Viele Profschwimmer und – Taucher sind hier seit Jahrzehnten umgekommen. Respekt vor dem Meer, genaues Beobachten des Wellengangs und ein vorsichtiges Hineintasten-/gehen ins Wasser sind angesagt!!!

  3. Auch als erfahrene Schwimmerin bin ich voriges Jahr durch persönliche Überschätzung in eine Unterströmung geraten, nur mit viel Mühe wieder aus diesen Wellenstrudeln gekommen. Ich habe Lehrgeld gezahlt, denn am Platz angekommen, entschied ich bei El Salmo nie wieder bei derartigen Wellengang ins Meer zu gehen. Man kann noch so sportlich sein, und ein Armfuchteln kann schnell als Freude missgedeutet werden, wenn man Wasser geschluckt hat, und „Hilfe“ nicht mehr rausbringt. Ich finde die Aufklärungen hier sehr gut, und ich kann ebenfalls nur warnen.

  4. Immer wieder beobachten wir in Corralejo Eltern, die ihre Kinder ins Schlauchboot oder den Flamingo setzen – oft noch bei ablandigem Wind. Einfach nicht zu begreifen!

  5. Problem ist haeufig, dass Unterströmungen total unterschätzt werden, wohl weil man sie nicht sehen kann und nur durch rote Flaggen gekennzeichnet werden. Bin selbst ehemaliger Rettungsschwimmer – kraule heute noch 200 m im flotten Tempo – und hatte wiederholt bei gelber Flagge zu kaempfen, um ans Ufer zurück zu kommen,. Wie es da wenig Geübten mit weniger Kondition ergeht kann man sich unschwer vorstellen

    • Aber das weiß man doch und wenn Verbotsschilder stehen geht man da nicht rein. Verstehe ich nicht und habe auch kein Mitgefühl. Nach dem Essen und bei Überhitzung durch Sonnenbaden und oder anstrengender Aktivitäten sollte man auch nicht sofort ins kalte Wasser springen. Ist doch allgemein bekannt.

  6. DIE „vernünftig – richtige“ – Einschätzung – der eigenen Fähigkeiten – würde diese Zahl wohl mindestens halbieren.

    Schade: viel zu viele…

    Grüße

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