Ausschreibung für Bauplanung des Autobahnabschnitts Flughafen – Pozo Negro auf Fuerteventura

Autobahn-Bau-Fuerteventura

Die Consejería de Obras Públicas („Bauministerium“) der kanarischen Regierung hat am 30.08.2022 die Ausschreibung für die Erstellung der Baupläne für den neuen Abschnitt der Nord-Süd-Autobahn auf Fuerteventura zwischen dem Flughafen und der Kreuzung von Pozo Negro veröffentlicht.

Rund 1,13 Mio. Euro sind für diese Architekten- und Ingenieurleistungen eingeplant.

Mit dieser Ausschreibung leitet das Bauministerium einen weiteren wichtigen Schritt für den Weiterbau der Nord-Süd-Autobahn auf Fuerteventura ein, nachdem im März 2022 bereits das Umweltgutachten für diesen neuen Abschnitt positiv beschieden wurde.

Die Erstellung der Ausführungspläne ist eine wichtige Grundlage für die sich daran anschließende Ausschreibung der eigentlichen Bauarbeiten. Für den rund 18,1 Kilometer langen neuen Abschnitt sind Baukosten von rund 150 Mio. Euro einkalkuliert.

Dieser neue Abschnitt soll sich dann nahtlos an den Abschnitt zwischen Caldereta und Flughafen anschließen, der sich bereits im Bau befindet, und so das Autobahnprojekt weiter in den Süden fortsetzen.

Der neue Abschnitt soll über vier Anschlussstellen verfügen, und zwar zum Flughafen sowie nach El Castillo, Las Salinas und Antigua.

Der neue Streckenverlauf orientiert sich weitgehend an der vorhandenen Landstraße FV-2, soll jedoch insgesamt einige Kilometer einsparen. Der geänderte Streckenverlauf

soll insbesondere mit der „Umwelt respektvoller umgehen“. Dazu wurde im „Barranco del Mirador“ ein 1,3 Kilometer langer Tunnel vorgesehen. Durch die Straßenführung unter der Erde soll der Lebensraum von bodenlebenden Vögeln geschützt werden, die in der Zone ihre Brutgebiete haben.

Die „autovía“ wird über insgesamt 4 Fahrspuren, zwei in jede Richtung, verfügen, und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h ermöglichen.

Die Bauarbeiten am Abschnitt Caldereta-Flughafen haben am 22.09.2020 begonnen. Für sie ist eine Bauzeit von 54 Monaten angesetzt, sodass die Fertigstellung im April 2025 erfolgen könnte.

Das gibt einen Hinweis auf den möglichen Baubeginn des nächsten Abschnitts zwischen Flughafen und Pozo Negro, dessen Fertigstellung dann vielleicht in 2030 erfolgen könnte.

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14 Kommentare

  1. Vielleicht könnte man auch mal an die Straße zur Cofete und nach Puertito de la Cruz denken. Schotterwege die dein Auto ruinieren. Selbst die Feuerwehr benötigt eine halbe Ewigkeit um dort hinzukommen.

  2. der Vorteil einer Autobahn ist die bessere Verkehrssicherheit. Es sind doch auf dieser Strecke schon genug schlimme Unfälle passiert.

  3. wenn alle Autofahrer (insbesondere Mietwagenfahrer) sich an die Geschwindigkeit halten würden, und keine Sightseeingtour mit mindestens 60KM/h davon machen würden, zügig in den Kreisverkehr einfädeln – ist die Strecke nach Puerto in 48 Minuten zum Flughafen fahrbar; eine zeitnahe Nutzung der 4 Fahrbahnen als Autobahn auf der 120 gefahren werden kann – ist nur zu begrüßen! Dagegen können nur die Personen sein, welche nicht als Notfall ins Krankenhaus müssen, keine behördliche Ämter aufsuchen, und beim Einkaufen bei Lidl & co Geld sparen müssen.

  4. Ich schlage noch eine unterirdische Metro für Puerto del Rosario vor. Ich hatte bei meine Besuchen auf der Insel jetzt nicht das Gefühl, dass die bestehende Landstraße jetzt so ausgelastet ist, daß da unbedingt eine 4spurige Autobahn zusätzlich notwendig ist. Bei 120.000 Einwohnern eigentlich auch nicht zu erwarten.

      • Frag mal jemanden, der im Krankenwagen schnellstmöglich ins Krankenhaus nach Puerto del Rosario gebracht werden muss, ob der Ausbau der Autobahn notwendig ist, oder nicht…

        • Lieber Thomas,
          natürlich hast du Recht, dass ein Rettungswagen schneller in Rosario ist.
          Aber war da nicht mal ein Versprechen der kanarischen Regierung einen Ambulanzhubschrauber auf Fuerteventura zu stationieren?
          Stand in der Fuerteventurazeitung am 23.3.2022
          War von denen aber vielleicht nicht ganz ernst gemeint. 😉

          • Aber mit dem gleichen Argument müsste ja jedes deutsche Dorf einen Autobahnanschluss haben. Wenn ich mich in einer dünn besiedelten Gegend aufhalte, kann ich nicht die gleiche Infrastruktur wie in einer Großstadt erwarten. Letztlich ist das nicht finanzierbar. Das Argument der EU Gelder macht es da nicht besser, weil auch die EU keinen Dukatenesel im Keller hat.

        • Das liegt aber nicht nur an der fehlenden Autobahn. Ich fuhr mal auf der Strecke in einer Kolonne von etwa 10 Pkw. Augenscheinlich als einziger Mietwagen. Während ich an der nächstmöglichen Stelle angehalten habe, um dem mit Einsatzmitteln fahrenden Krankenwagen Platz zu machen, fuhren die Einheimischen einfach weiter.

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