Staatsanwalt fordert 10 Jahre für kollektive Sexualstraftat im Süden von Fuerteventura

Gewalt-Übergriff-Fuerteventura

Am 27. September 2022 wurde auf Fuerteventura der Fall eines mutmaßlichen gemeinsam begangenen und gewaltsamen sexuellen Angriffs auf eine Frau in Morro Jable vor Gericht verhandelt.

Die Tat wurde gegen 4:00 Uhr morgens am 31. Juli 2021 in einem Einkaufszentrum in Morro Jable begangen. Das Lokal hatte zum ersten Mal nach der Corona-Pause wieder geöffnet. Die drei Angeklagte, Mohamed E.F., Khalid E.F. und Abdessamad K. wurden am 04. August 2021 festgenommen und sitzen seitdem seit fast einem Jahr und zwei Monaten in Untersuchungshaft.

Der Staatsanwalt forderte 10 Jahre Haft wegen des gewaltsamen, gemeinschaftlich verübten sexuellen Angriffs und ein weiteres Jahr und 6 Monate wegen versuchter Körperverletzung wegen des Werfens einer Glasflasche, die das Opfer am Rücken traf, als es endlich entkommen konnte.

In einer Bar in einem Shoppingcenter in Morro Jable tanzten zwei der Angeklagten ihr Opfer und deren Kusine eng an und rieben sich an den den Frauen. Dabei nutzten sie aus, dass der Freund des Opfers an die Bar gegangen war, um Getränke zu bestellen. „Sie sind uns ständig gefolgt, haben uns provoziert und uns ausgelacht, obwohl wir uns an eine andere Stelle zurückgezogen haben, bis der Türsteher der Disko ihnen sagte, dass es reicht.

Der dritte Angeklagte hatte die Frauen bis dahin noch nicht belästigt, sich aber schon in er Disko das T-Shirt ausgezogen und angefangen zu brüllen und sei „fast ausgeflippt“, erklärt das Opfer später vor Gericht. Dasselbe habe er später draußen vor der Disko erneut gemacht.

Als das Lokal schloss, begann draußen ein Streit, bei dem die Frau plötzlich von ihrem Freund und ihrer Kusine getrennt wurde. „Plötzlich, mitten im Handgemenge, schubste mich M. von hinten und Khalid zog mich an den Armen. Sie zogen mich in einem dunklen Gang zu den Toiletten des Zentrums, wobei meine Schuhe zerbrachen, und drückten mich gegen die Wand. Sie zerrissen mir die Bluse und begannen mit ihrem sexuellen Übergriff, zu dem A. hinzukam und mich mit Gewalt festhielt.

Sie haben mich überall angegrapscht und mich die ganze Zeit beleidigt, bis eine andere Frau das Geschehen sah und sie befreien konnte.

Diese Zeugin erklärte vor Gericht, dass sie M. an einem Arm von dem Opfer wegzog. Das Opfer habe unter total Schock gestanden, gezittert und geweint, während es von den dreien umzingelt war. Sie identifizierte in der Verhandlung Mohamed auch als denjenigen von den dreien, der ihr selbst mit der Faust mitten ins Gesicht geschlagen hatte, als sie dem Opfer zur Hilfe kam.

Kurz danach kamen weitere Personen hinzu, die das Opfer zum Taxi-Stand begleiteten, sodass diese zum Ärztezentrum fahren konnte. Das Opfer musste anschließend im Inselkrankenhaus von Fuerteventura behandelt werden.

Die Angeklagten wiesen in der Verhandlung jede Schuld von sich. Sie hätten sich dem Opfer niemals genähert, um sei beim Tanzen zu belästigen, und hätten das Opfer nicht verfolgt, nicht geschrien, sie nicht gezogen und nicht sexuell angegriffen.

„Das ist alles nur eine Montage“, erklärte M. in der Verhandlung und fragte, warum er seit einem Jahr und zwei Monaten im Gefängnis sei, weil sie doch nicht getan hätten.

Die Angeklagten sagten aus, dass sie vor dem Diskobesuch eine Flasche Vodka und in der Disko eine Flasche Whiskey getrunken und außerdem einige Joints geraucht hatten.

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23 Kommentare

  1. @Lars
    Danke Dir …ich muss feststellen dass hier im Forum Manches ziemlich unverschämt rüberkommt.Gewisse Schreiber sollten gesperrt werden.

  2. @fuertegirl… habe ich Namen genannt????

    Ob Ägypten.. (was NATÜRLICH in AFRIKA liegt) oder hier in Deutschland passiert(e), spielte hier keine Rolle, ich habe lediglich etwas mitgeteilt, aber so wie ich sehe, wird man immer wieder eines Besseren belehrt. TYPISCH DEUTSCH halt.

    • @Ulrike:
      Nein, Du hast keinen Namen genannt. Aber wen könntest Du sonst gemeint haben mit „ein Schreiber sieht es nicht so wie ich“? Alle anderen haben Dir nicht widersprochen, also welchen Kommentar hast Du gemeint?

    • Vor allem TYPISCH „Fuertegirl“

      Dieser Name hat nichts mit dem Inhalt zu tun, eine der ganz wenigen Ideologen, welche hier seit einiger Zeit das Kommentarbild der sehr abwechslungsreichen Themen stets in ihre persönliche Agitationslinie beeinflussen möchte.

      Selten werden Themen auf-, stets nur Kommenatoren angegriffen und zur Rückendeckung den Herausgeber der Zeitung selbst bei banalsten Themen über den Klee gelobt .
      @Ulrike , keine Sorge, viele verstehen dich auch unkommentiert.
      Und das wohl auch bald Fuerteventura zu Afrika gehört, dafür tun o.g. Personen gegenwärtig alles …

  3. Es ist traurig, diese Kommentare zu lesen. Ohne Hintergrundwissen werden hier ganze Menschengruppen verurteilt. Genau IHR die, hier mit Pauschalurteilen argumentieren, würden sich besonders aufregen wenn andere Menschen „die Deutschen“ als Nazis bezeichnen. In jeder Kultur gibt es gute und schlechte Menschen.
    Kennt ihr die Meinung vieler Canarios über „die Deutschen“?
    Besserwissende, unfreundliche Menschen.
    Gehört ihr auch zu dieser Spezies?

  4. Man kann noch so viel unter den grünen Teppich kehren wollen, wie manche möchten – das Problem ist , daß es immer größer wird.
    Die Gesellschaft, von wenigen gesteuert, wird über Nacht durch Aufeinanderprallen der Kulturen in sich gegenseitig zerstörende Lager manövriert.
    Was jahrtausendelang gewachsen ist, kann nicht mit einem Fingerschnipp zusammenwachsen- wie es uns die explosionsartig aus dem Boden schließende Regenbogen Fraktion in militanten Art und Weise eintrichtern will.

    In Zukunft werden wohl die Täter zum Opfer werden, da sie ja „ihren Kulturkreis“ ausleben müssen, ihn ja gewohnt sind.

    Leidtragende werden Frauen und Schwächere sein, shizophrenerweise auch die derzeit gehypten Gleichgeschlechtlichen und Diversen, welche in genau DIESEN Kulturkreisen, die sie jetzt vehement einbürgern wollen, ganz oben auf der NoGo Liste stehen.
    Dann schließt sich der Kreis.

    Unbequemes Thema ?? Leider die offensichtliche Zukunft.
    Fragt die betroffenen Frauen – NICHT die, welche aktuell Gesetze verabschieden , die eine Masseneinwanderung erst richtig ansteuern .

    • In Zukunft werden wohl die Täter zum Opfer werden, da sie ja „ihren Kulturkreis“ ausleben müssen, ihn ja gewohnt sind.

      Das ist doch schon heute so, ansonsten trifft es genauso zu, wenn man die Augen aufmacht, aber wer will das schon.

    • @Lars:
      Wieso denkst Du, dass das Problem immer größer wird?
      Weil Du meinst, dass unsere deutsche Kultur eher friedfertig Frauen gegenüber ist, und seitdem viele Nicht-Deutsche einwandern, werden deutsche Frauen mehr belästigt und sexuell öfter genötigt oder schlimmeres als früher?

      Und wieso sollten zukünftig die Täter zum Opfer werden?
      Ein Täter ist und bleibt ein Täter, egal welche Nationalität er hat.
      Und ein Täter gehört bestraft.

      Und es freut mich, zu lesen, dass Du Frauen und Schwächere als Leidtragende von solchen Übergriffen siehst. Das sieht leider nicht jede:r so.

    • @Ulrike:
      Ich finde, dass der Stefan Meier durchaus Recht hat, wenn er anmerkt, dass es nicht „Ägypten oder Afrika“ heißen kann, weil Ägypten eben in Afrika liegt.
      Zum Fall selbst hat er ja gar nicht Stellung genommen, Du kannst also gar nicht wissen, ob er das so sieht wie Du oder nicht,
      Vielelicht nicht gleich alles irgendwie uminterpretieren, sondern lieber neutral lesen, was jemand geschrieben hat?

      Zum Fall selbst:
      Ich finde solche Taten total frauen- und menschenverachtend und respektlos, welch Überraschung 😉
      Wahrscheinlich hat ihnen irgendjemand vorher mal vermittelt haben, dass es okay ist, so mit Frauen umzugehen (die sind nur minderwertige Gebrauchsgegenstände, ohne Rechte, etc.) oder sie haben andere psychische Probleme.

      Was auch immer es ist:
      Sie sind die Täter!
      Es ist ihre Schuld!
      Es ist ihre Verantwortung!
      Das muss auch genauso benannt werden.

      Und leider gibt es ein solches Verhalten auch bei unseren Landsmännern [sic!] und es ist leider kein Alleinstellungsmerkmal von Männern aus anderen Kulturkreisen oder Ländern. Das sollten wir nicht vergessen, sonst artet das leicht in Whataboutism aus.
      Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein generelles Problem, unabhängig von der Herkunft des Täters.

      • Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein generelles Problem ?
        Und andersrum ist es erlaubt ? Bischen einseitig Gedacht.
        Tja, mal wieder nicht zuende gedacht, da fehlen ja noch ein paar Gruppierungen? oder man benutz ein Wort.
        Und das hat auch niemand besonders vermittelt, da ist viel Religion im Spiel.

        Nicht jede Abweichung vom Thema ist auf eine Stufe mit Whataboutism zu stellen.

        • @F.W.:
          Nein, natürlich ist es andersherum NICHT erlaubt, wie kommst Du darauf?
          Gewalt ist NIE erlaubt, egal von wem sie ausgeübt wird.

          Dennoch ist es leider so, dass weitaus mehr Männer Mädchen und Frauen tätlich angreifen, als andersherum. Sind wir uns hier einig, oder zweifelst Du das an?

          Und natürlich hat jemand anderes vermittelt, dass Frauen nur „Gebrauchsgegenstände“ sind. Wie Du schon sagst, die Religion spielt da eine Rolle und diejenigen, die sie vermitteln (was ist richtig und was ist falsch? / wer darf was und wer darf etwas nicht? – das wird AUCH über die Religion und deren „Lehrer“ vermittelt). Und der kulturelle Kontext, auch über die Religion hinaus, spielt eine Rolle. Auch da wird einem durch die Mitglieder der Gesellschaft vermittelt, was ein Mann darf und eine Frau eben nicht darf.

          Bist Du da anderer Meinung oder kannst Du das so teilen?

  5. Einen gesonderten Bereich im Oasispark mit entsprechender Beschreibung hielte ich für angemessener und weitaus effektiver. Würde ich mit einem Schlauchboot ins Mohamed E.F., Khalid E.F. und Abdessamad K. Land reisen und mich so verhalten denke ich dass mich etwas ganz anderes als 10 Jahre bei freier Kost und Logie erwarten würde. Fazit, die Jungs haben eben Glück gehabt.

  6. Das ist ja so was von widerlich und erinnert mich an den Vorfall in Köln in der Silvesternacht vor ein paar Jahren, wo Frauen von Männern aus Afrika oder Ägypten angetanzt und sexuell angegriffen wurden. Diese Täter hat man bis heute nicht ermitteln können. Gut, wenn Diese nun ermittelt wurden und eine gerechte Strafe bekommen.
    Was sind das für UNGEHEUER???? Und dann noch lügen……unerträglich.

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