Viele Orte auf Fuerteventura leiden noch heute an einer unzuverlässigen Wasserversorgung. Besonders betroffen sind die Regionen, die von „Konsortium für Wasserversorgung“ („Consorcio de Abastecimiento de Agua de Fuerteventura“/ CAAF) versorgt werden. Wo dagegen private oder halbprivate Unternehmen für die Wasserversorgung verantwortlich sind, funktioniert diese in der Regel wesentlich besser. Ein gute Beispiel ist das gemischte Unternemen Aguas de Antigua, das im letzten Jahr eine erhebliche Effizienzsteigerung erreichen konnte.
Digitale Steuerung und schnelle Reparaturen zeigen Wirkung
Die gemischtwirtschaftliche Gesellschaft Aguas de Antigua erreicht nach eigenen Angaben eine Wassereffizienz von 96 Prozent in Caleta de Fuste und Costa de Antigua. Das beudetet, dass von 100 Litern Wasser, die produziert werden, 96% beim Verbraucher ankommen und abgerechnet werden können. Mit anderen Worten: die Wasserverluste liegen bei nur 4%.
Das ist durchaus ein beachtlicher Wert, denn noch bevor das CAAF Dutzende von Millionen Euro in die Erneuerung seiner Wassernetze investiert hat, lagen die typischen Wasserverluste bei mindestens 50%.
Das Unternehmen, Aguas de Antigua, an dem die Gemeinde Antigua Mehrheitsgesellschafter ist, erzielt diesen Wert nach der Umsetzung einer umfassenden Strategie zur Digitalisierung und Instandsetzung der Infrastruktur. Ziel ist eine effizientere und verlustärmere Bewirtschaftung der Wasserressourcen in den versorgten Küstenorten.
Nach Angaben des Unternehmens wurde das Ergebnis im Rahmen einer Sitzung des Verwaltungsrates vorgestellt. Bürgermeister der Gemeinde Antigua und Präsident von Aguas de Antigua ist Matías Peña García. Er erklärte dort, dass geprüft werde, den Tätigkeitsbereich des Unternehmens auszuweiten. Es handele sich um ein ehrgeiziges, aber realisierbares Projekt, das angesichts der nachgewiesenen Effizienz, der Modernisierung und der Servicequalität für die Bevölkerung in Betracht gezogen werden müsse.
Effizienzsprung innerhalb eines halben Jahres
Zu den wichtigsten Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres gehört der deutliche Anstieg der Effizienz innerhalb nur eines halben Jahres. Während die Werte zuvor unter 90 Prozent lagen, wurde bis zum Ende des Berichtszeitraums ein aktueller Wirkungsgrad von nahezu 96 Prozent erreicht. Grundlage dafür war ein von der Gemeinde Antigua initiierter Sofortplan, der von dem technischen Unternehmen Canaragua umgesetzt wurde.
Dieser Plan setzte auf schnelle Einsätze bei bestehenden oder potenziellen Leckagen, um Wasserverluste so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig wurden zentrale Infrastrukturen modernisiert, die für die Stabilität der Versorgung entscheidend sind.
Ein weiterer Baustein war die nahezu flächendeckende Einführung eines intelligenten und zentralisierten Systems zur Fernablesung der Wasserzähler, das eine präzise Kontrolle des Verbrauchs ermöglicht.
Investitionen in Photovoltaik und Wartung der Netze
Ergänzend zu den im Jahr 2025 umgesetzten Maßnahmen vergibt Aguas de Antigua in den nächsten Tagen zwei weitere Aufträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 400.000 Euro. Vorgesehen sind die Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlagen sowie Arbeiten im Bereich des Tief- und Ingenieurbaus zur Wartung, Erhaltung und Verbesserung der hydraulischen Infrastruktur im Versorgungsgebiet des Unternehmens.
Mit diesen Investitionen soll nicht nur die Versorgungssicherheit weiter erhöht werden, sondern auch der Energieverbrauch gesenkt und die Abhängigkeit von externen Stromquellen reduziert werden.
Die Verantwortlichen betonen, dass die Kombination aus digitaler Kontrolle, kontinuierlicher Wartung und Nutzung erneuerbarer Energien einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Wasserwirtschaft auf Fuerteventura leistet.
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