Die Inselregierung von Fuerteventura (Cabildo) setzt nach eigenen Angaben seine kontinuierlichen Maßnahmen zur Kontrolle invasiver Tier- und Pflanzenarten fort. Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion sind spezialisierte Teams des Programms „Fuerteventura, schön von Natur aus“ (Fuerteventura, bonita por naturaleza) und der Umweltabteilung des Cabildo im Barranco von Giniginamar die Ausbreitung der exotischen, invasiven Pflanzenart Calotropis procera, auf Deutsch Oscher oder Fettblattbaum, vorgegangen.
Die Arbeiten wurden vom Dienst für Bauwesen und Maschinen des Cabildo unterstützt, dessen spezialisierte Einsatzgruppen regelmäßig mit der Umweltabteilung zusammenarbeiten, um die natürlichen Lebensräume der Insel zu schützen.
Ziel dieser Maßnahme war es, die Verbreitung der invasiven Pflanze Calotropis procera einzudämmen, die eine Höhe von mehr als vier Metern erreichen kann und sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Bereichen Fuerteventuras ausgebreitet hat.
36 große Pflanzen aus dem Barranco entfernt
Bei dem Einsatz im Barranco von Giniginamar kamen Motorsägen sowie verschiedene Handwerkzeuge zum Einsatz. Nach Angaben des Cabildo konnten bislang 36 besonders große Exemplare der invasiven Art entfernt werden. Die Pflanzen hatten bereits das Bett des Barrancos besiedelt und dadurch das natürliche Gleichgewicht des dortigen Ökosystems beeinträchtigt.
Mit der Entfernung der Pflanzen sollen die heimischen Arten und deren Lebensräume geschützt werden. Gleichzeitig soll das Risiko einer weiteren Ausbreitung der invasiven Art verringert und die landschaftliche sowie ökologische Qualität des Barranco verbessert werden.
Regelmäßige Maßnahmen gegen invasive Arten
Der Cabildo erklärte, dass solche gemeinsamen Einsätze der spezialisierten Teams des Programms „Fuerteventura, schön von Natur aus“ (Fuerteventura, bonita por naturaleza) und der Umweltabteilung regelmäßig durchgeführt werden. Sie gehören zu einer langfristigen Strategie zur Bekämpfung invasiver Arten auf Fuerteventura.
Ein vergleichbarer Einsatz fand bereits im Jahr 2025 im Barranco von Pozo Negro statt. Damals wurden 150 Exemplare von Calotropis procera entfernt. Die Maßnahme erfolgte ebenfalls auf Initiative des Cabildo von Fuerteventura über das öffentliche Unternehmen Gesplan und im Einklang mit den Vorgaben des Königlichen Dekrets 630/2013 (Real Decreto 630/2013) sowie den geltenden Vorschriften zum Schutz von Flora und Fauna.
Gefahr für heimische Lebensräume
Calotropis procera ist in Spanien als invasive Pflanzenart katalogisiert, deren Ausbreitung in sensiblen Naturgebieten erhebliche Auswirkungen auf die einheimische Vegetation haben kann. Durch ihr schnelles Wachstum und ihre große Widerstandsfähigkeit verdrängt sie andere Pflanzenarten und verändert die natürlichen Lebensbedingungen in den betroffenen Gebieten.
Die Bekämpfung solcher invasiven Arten gehört deshalb zu den dauerhaften Aufgaben des Cabildo von Fuerteventura. Durch die regelmäßigen Kontrollmaßnahmen sollen die einzigartigen Ökosysteme der Insel erhalten und die biologische Vielfalt langfristig geschützt werden.
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