Fuerteventura: Kanaren verlangen bessere Abstimmung nach Sperrung der Zufahrt zur Playa del Salmo

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Die kanarische Regierung hat nach der Sperrung für Fahrzeuge der Zufahrt zur Playa del Salmo zwischen Costa Calma und Esquinzo auf Fuerteventura eine bessere Abstimmung zwischen dem spanischen Staat, der Autonomen Gemeinschaft und den Gemeinden gefordert. Nach Angaben der Generaldirektion für Küsten und Verwaltung des Meeresraums der Kanaren, Dirección General de Costas y Gestión del Espacio Marítimo Canario, erfolgte die Maßnahme ohne vorherige Information oder Abstimmung.

Generaldirektor Antonio Acosta kritisierte in einer Mitteilung den fehlenden Dialog mit dem Staat. Zwar sei dieser Eigentümer des öffentlichen Küstenbereichs, die Zuständigkeit für dessen Verwaltung auf den Kanarischen Inseln liege jedoch bei der Autonomen Gemeinschaft. Deshalb sei es unverzichtbar, dass die spanische Regierung die lokalen Institutionen, insbesondere die Gemeinden als Nutzer des öffentlichen Küstenbereichs, stärker einbeziehe.

Unterstützung für die Gemeinde Pájara

Acosta sprach der Gemeinde Pájara seine Unterstützung aus. Diese hatte sich gegen die Sperrung der Zufahrt ausgesprochen, die nach ihren Angaben ohne Vorankündigung umgesetzt wurde und bei Anwohnern sowie Besuchern der Küste für Verunsicherung sorgte.

Nach Angaben des Generaldirektors war der kanarischen Küstenverwaltung die Entscheidung des Staates nicht bekannt. Deshalb unterstütze sie die Gemeinderegierung von Pájara bei ihrem Einsatz für den Erhalt der Zufahrt, die den Zugang zum öffentlichen Küstenbereich gewährleiste. Ein solcher Zugang müsse nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen geschützt werden.

Acosta betonte außerdem, dass es sich um eine Maßnahme auf einem Gelände handle, dessen Verwaltung der kanarischen Regierung übertragen worden sei. Dennoch sei die Regierung der Kanaren vorab weder informiert worden, noch habe es einen Koordinierungsmechanismus gegeben.

Gemeinde fordert gemeinsame Lösungen

Am 24. Juni 2026 hatte die Gemeinde Pájara ihre Kritik in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Demnach wurden Einwohner, die die Playa del Salmo aufsuchen wollten, von der Sperrung überrascht, nachdem die staatliche Küstenbehörde, Dirección General de Costas del Estado, den Zugang für Fahrzeuge geschlossen hatte.

Die Gemeinderegierung bedauerte, dass diese Entscheidung ohne jede Abstimmung mit der Gemeinde getroffen worden sei. Dadurch habe keine Möglichkeit bestanden, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die den Zugang für Fahrzeuge erhalten hätten.

Gleichzeitig bekräftigte die Gemeinde ihr Engagement für den Schutz der Natur. Als Beispiel verwies sie auf die vier Blauen Flaggen sowie auf die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden beim Umwelt- und Küstenschutz. Naturschutz und die Möglichkeit für die Bevölkerung, die Küstenlandschaft bewusst und sicher zu erreichen, müssten nach Auffassung der Gemeinde miteinander vereinbar sein.

Dialog statt Alleingänge

Auch Antonio Acosta sprach sich für eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden aus. Aus seiner Sicht müsse der Eigentümer des öffentlichen Küstenbereichs, der spanische Staat, gemeinsam mit der kanarischen Regierung als Verwalter und den Gemeinden als Nutzer Lösungen entwickeln. Nur so könne der Schutz der Natur mit dem Recht der Bevölkerung auf einen angemessenen Zugang zur Küste in Einklang gebracht werden.

Der Erste stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Pájara, Alexis Alonso, bezeichnete es ebenfalls als von entscheidender Bedeutung, den Erhalt der Naturräume mit einem bewussten und sicheren Zugang für die Bürger zu verbinden.

Wer öfter am Strand von El Salmo gewesen ist, hat durchaus beobachten können, dass immer mehr Fahrzeuge am Wegesrand geparkt haben. Insbesondere sollen dort in den letzten Jahren mehr und mehr Wohnwagen geparkt haben, die es dann den Tagesbesuchern schwer bis unmöglich gemacht haben, noch einen Parkplatz zu finden. Am Strand von El Salmo gibt es keine Liegenvermietung oder eine „Strandbude“, es handelt sich also um einen sehr ursprünglichen Strandabschnitt.

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