Das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) hat über die Abteilung für Industrie und genehmigungspflichtige Tätigkeiten auf schwere Schäden an mehreren öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufmerksam gemacht. Nach Angaben der Inselregierung beeinträchtigen die Vorfälle die Ladeinfrastruktur auf Fuerteventura erheblich und wirken sich unmittelbar auf den Service für Nutzer von Elektrofahrzeugen aus.
Betroffen sind die Standorte El Cotillo und Morro Jable. Beide Ladepunkte sind derzeit außer Betrieb und können bis auf Weiteres nicht genutzt werden.
Brand zerstört Schnellladesäule in El Cotillo
Einer der Vorfälle ereignete sich in El Cotillo. Dort wurde eine Schnellladesäule mit einer Leistung von 50 Kilowatt durch einen vorsätzlich gelegten Brand vollständig zerstört. Dieser Vorfall ist eindeutig als Vandalismus einzuordnen.
Ein weiterer Schaden entstand vor Kurzem in Morro Jable. Dort wurde eine Ladesäule schwer beschädigt, nachdem ein Fahrzeug gegen die Anlage geprallt war. Zu den genauen Umständen des Vorfalls machte das Cabildo keine weiteren Angaben. Es ist also nicht bekannt, ob es sich um einen Unfall handelte, bei dem in der Regel ja ein Verursacher für den Schaden aufkommen muss.
Beide Ladepunkte bleiben außer Betrieb, bis die erforderlichen Arbeiten zur Reparatur oder zum Austausch der Anlagen abgeschlossen sind.
Hohe Reparaturkosten
Neben den Einschränkungen für Fahrer von Elektrofahrzeugen verursachen die Schäden auch erhebliche Kosten, die nach Aussage des Cabildo aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden müssen.
Das Cabildo beziffert die Kosten für Reparatur und Ersatz der betroffenen Anlagen auf rund 100.000 Euro. Dieser Betrag müsse aus anderen Haushaltsmitteln finanziert werden, um die Ladeinfrastruktur wieder vollständig herstellen zu können.
Regierungsrätin appelliert an mehr Verantwortung
Die Regierungsrätin im Cabildo für Industrie, Lolina Negrín, bedauerte die entstandenen Schäden. Nach ihren Worten beeinträchtigen solche Vorfälle die gesamte Bevölkerung, weil öffentliche Einrichtungen betroffen seien, die den Ausbau einer nachhaltigen Mobilität fördern und das Dienstleistungsangebot auf Fuerteventura verbessern sollen.
Negrín appellierte zugleich an die Bürger, sorgsam mit öffentlichen Einrichtungen umzugehen. Die Ladepunkte gehörten allen Einwohnern und ihre Erhaltung sei eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Ausbau eines modernen und flächendeckenden Ladenetzes auf Fuerteventura.
Ausbau der Ladeinfrastruktur kostet viel Geld
Die Abteilung für Industrie und genehmigungspflichtige Tätigkeiten erinnert daran, dass der Ausbau und die Instandhaltung öffentlicher Infrastruktur erhebliche Investitionen der öffentlichen Hand erfordern.
Das Cabildo ruft deshalb dazu auf, öffentliche Einrichtungen zu schützen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Schäden wie in El Cotillo und Morro Jable verursachen nicht nur hohe Kosten, sondern schränken auch die Nutzung einer Infrastruktur ein, deren Bedeutung mit der zunehmenden Elektromobilität auf Fuerteventura weiter wächst.
Zuletzt hatte das Cabildo über Vandalismusschäden in den neusten Bussen auf Fuerteventura hingewiesen, wie in diesem Artikel nachzulesen ist: Fuerteventura: Vandalismus in Linienbussen verursacht Schäden von über 9.000 Euro
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