Die spanische Nationalpolizei hat im Hafen Puerto de La Luz auf Gran Canaria zwei Männer festgenommen, die versucht haben sollen, Kokain nach Fuerteventura zu schmuggeln. Die Verdächtigen wollten mit der regulären Fährverbindung nach Morro Jable auf Fuerteventura übersetzen.
Die Festnahmen erfolgten im Rahmen eines Polizeieinsatzes gegen den Drogenschmuggel auf dem Seeweg zwischen den Kanarischen Inseln. Nach Angaben der Nationalpolizei stützten sich die Ermittlungen auf Hinweise aus der Bevölkerung sowie auf die Auswertung weiterer Informationen durch die Ermittler.
Drogen in Geheimversteck entdeckt
Daraufhin richteten die Beamten im Einschiffungsbereich des Hafens einen Kontrollpunkt ein. Bei der Überprüfung eines Fahrzeugs, das auf die Fähre nach Fuerteventura fahren wollte, kamen auch Drogenspürhunde zum Einsatz.
Bei der Kontrolle entdeckten die Polizisten ein verstecktes Fach, das speziell zum Transport von Drogen eingerichtet worden war. In dem Geheimversteck fanden die Beamten zwei Pakete mit insgesamt zwei Kilogramm Kokain. Außerdem stellten sie eine täuschend echt aussehende Schusswaffe sicher.
Zweites Fahrzeug auf dem Weg nach Morro Jable kontrolliert
Im Verlauf desselben Einsatzes kontrollierten die Ermittler ein weiteres Fahrzeug, das ebenfalls auf die Fähre nach Morro Jable einschiffen wollte.
Bei der Durchsuchung fanden die Beamten drei weitere Pakete mit insgesamt drei Kilogramm Kokain. Damit wurden bei beiden Kontrollen insgesamt fünf Kilogramm Kokain sichergestellt.
Die beiden Fahrzeugführer wurden daraufhin als mutmaßliche Täter eines Drogendelikts festgenommen.
Richter ordnet Untersuchungshaft an
Nach Abschluss der Ermittlungen wurden die beiden Männer dem zuständigen Gericht vorgeführt. Der Richter ordnete für beide Männer Untersuchungshaft an.
Die Nationalpolizei weist darauf hin, dass die Fährverbindungen zwischen den Kanarischen Inseln weiterhin regelmäßig überwacht werden. Ziel dieser Kontrollen ist es, den Transport von Betäubungsmitteln zwischen den Inseln zu unterbinden.
Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung
Im Zusammenhang mit dem Einsatz erinnerte die Nationalpolizei daran, dass Bürger mögliche Straftaten oder verdächtige Beobachtungen auch anonym melden können.
Hinweise können über den Bereich „Colabora“ auf der Internetseite der Nationalpolizei übermittelt werden. Nach Angaben der Behörde werden alle Informationen vertraulich behandelt und von spezialisierten Ermittlern geprüft.
Immer wieder führen Hinweise aus der Bevölkerung zu erfolgreichen Einsätzen gegen den Drogenhandel auf den Kanarischen Inseln. Auch im aktuellen Fall waren entsprechende Informationen ein wichtiger Bestandteil der Ermittlungen.
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