Die Gesundheitsverwaltung von Fuerteventura (Gerencia de Servicios Sanitarios de Fuerteventura), die dem Gesundheitsministerium der Kanarischen Regierung unterstellt ist, hat sieben neue Assistenzärzte und Pflegekräfte in ihrer Fachausbildung begrüßt. Die neuen Auszubildenden werden ihre Weiterbildung in den Gesundheitszentren der Insel sowie im Allgemeinen Krankenhaus von Fuerteventura (Hospital General de Fuerteventura) absolvieren.
Bei den Neuzugängen handelt es sich um fünf Ärzte und zwei Pflegekräfte. Sie wurden am 5. Juni 2026 im Veranstaltungssaal des Krankenhauses offiziell empfangen. An der Begrüßungsveranstaltung nahmen unter anderem der Leiter der Gesundheitsdienste von Fuerteventura, Alejandro Miguens, der Direktor für Verwaltung und Dienstleistungen, Agustín Díaz, sowie die Leiterin der multiprofessionellen Lehreinheit für Familien- und Gemeinschaftsmedizin auf Fuerteventura, Encarnación Duque, teil.
Mit den neuen Zugängen absolvieren derzeit insgesamt 25 Assistenzärzte und Pflegekräfte ihre Fachausbildung auf Fuerteventura. Darunter befinden sich 21 angehende Fachärzte und vier angehende Fachpflegekräfte.
Facharztausbildung dauert bis zu vier Jahre
Die Ausbildung in der Fachrichtung Familien- und Gemeinschaftsmedizin entspricht dem spanischen MIR-System (Médico Interno Residente). Nach dem abgeschlossenen Medizinstudium legen angehende Ärzte eine landesweite Prüfung ab und wählen anschließend ihren Ausbildungsplatz. Die Weiterbildung zum Facharzt für Familien- und Gemeinschaftsmedizin dauert vier Jahre und verbindet praktische Arbeit in Gesundheitszentren und Krankenhäusern mit theoretischer Ausbildung sowie wissenschaftlicher Tätigkeit.
Für Pflegekräfte erfolgt die Spezialisierung über das EIR-System (Enfermero Interno Residente). Nach dem abgeschlossenen Pflegestudium und einer zentralen Auswahlprüfung absolvieren die Teilnehmer eine zweijährige Fachausbildung. Auf Fuerteventura erfolgt diese in der Fachrichtung Familien- und Gemeinschaftspflege. Auch hier werden praktische Einsätze, theoretischer Unterricht und Forschungsarbeit miteinander kombiniert.
Kanaren besetzen alle Ausbildungsplätze
Wie die kanarische Gesundheitsverwaltung mitteilte, konnten in der Ausbildungsrunde 2025 bis 2026 erstmals sämtliche angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden. Insgesamt wurden auf den Kanaren 465 Plätze für die spezialisierte Gesundheitsausbildung vergeben.
Damit waren die Kanaren die erste Autonome Region Spaniens, die alle verfügbaren Ausbildungsplätze für Assistenzärzte und Assistenzpflegekräfte sowie weitere Gesundheitsberufe vollständig besetzen konnte.
Im Bereich der Primärversorgung wurden alle 122 anerkannten Ausbildungsplätze vergeben. Davon entfielen 92 auf die Fachrichtung Familien- und Gemeinschaftsmedizin, zwei mehr als im vorherigen Ausbildungsjahr, sowie 30 auf die Familien- und Gemeinschaftspflege.
Ausbildung als Investition in die Gesundheitsversorgung
Der Leiter der Gesundheitsdienste von Fuerteventura, Alejandro Miguens, begrüßte die neuen Assistenzärzte und Pflegekräfte und ermutigte sie, die bevorstehende Ausbildungszeit sowohl für ihre berufliche als auch persönliche Entwicklung zu nutzen.
Encarnación Duque betonte die Bedeutung der Fachausbildung für den Erwerb medizinischer Kenntnisse, praktischer Fähigkeiten und klinischer Erfahrung. Gleichzeitig hob sie die Arbeit des Lehrpersonals sowie die Zusammenarbeit der Fachkräfte in den Gesundheitszentren und im Krankenhaus hervor, die wesentlich dazu beitrage, eine hochwertige Ausbildung sicherzustellen.
Die Ausbildung neuer Fachärzte und Fachpflegekräfte gilt als wichtiger Bestandteil der langfristigen Gesundheitsplanung. Viele der auf den Kanaren ausgebildeten Fachkräfte verbleiben nach Abschluss ihrer Weiterbildung im öffentlichen Gesundheitsdienst und tragen so hoffentlich dazu bei, den Bedarf an qualifiziertem Personal auch auf Fuerteventura langfristig auszubauen und zu sichern.
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