Reederei bestätigt: Fuerteventura verliert direkte Fährverbindung mit Cádiz

Balearia-Mercedes-Pinto

Die direkte Fährverbindung zwischen Cádiz in Südspanien und Puerto del Rosario auf Fuerteventura wird ab dem 30.06.2026 eingestellt. Das bestätigte der Präsident der Reederei Baleària, Adolfo Utor, am 15.06.2026 während seiner Teilnahme am 5. Wirtschaftsforum von Lanzarote (V Foro Económico de Lanzarote), das von der Mediengruppe Grupo Biosfera Media organisiert wurde.

Grund für die Änderung ist das endgültige Auslaufen des Vertrags über die Durchführung dieser Verbindung als verpflichtende öffentliche Dienstleistung. Der Vertrag garantiert derzeit die Verbindung zwischen Cádiz und Arrecife (Lanzarote) und sah einen zusätzlichen Zwischenstopp in Puerto del Rosario vor.
Die Fährroute zwischen Cádiz und Arrecife bleibt zwar bestehen, künftig wird die Fähre jedoch nicht mehr die Hauptstadt von Fuerteventura anlaufen.

Reisende müssen künftig auf Lanzarote umsteigen

Wer künftig zwischen Cádiz und Fuerteventura reisen möchte, muss umsteigen und sich vom Hafen von Arrecife zum Hafen von Playa Blanca begeben. Von dort aus kann man dann mit einer anderen Fähre nach Corralejo übersetzen.

Als weitere Alternative verwies Baleària auf die Möglichkeit, von Morro Jable zunächst nach Teneriffa zu fahren und von dort aus die Verbindung nach Cádiz zu nutzen.

Neue Verbindung zwischen Morro Jable und Teneriffa

Während der Veranstaltung kündigte Adolfo Utor außerdem eine neue Verbindung zwischen Morro Jable und Teneriffa an. Geplant sind zwei tägliche Verbindungen mit Zwischenstopp, ohne dass die Passagiere das Schiff verlassen müssen.

Zum Einsatz kommt dabei die Schnellfähre Mercedes Pinto.

Darüber hinaus werden auf der Route zwischen Morro Jable und Las Palmas de Gran Canaria künftig drei tägliche Verbindungen angeboten.

Integration von Armas Trasmediterránea stellt Baleària vor Herausforderungen

Der Präsident der Reederei räumte zugleich ein, dass die Integration der Routen nach der Übernahme von Armas Trasmediterránea Zeit benötigen werde.

Baleària habe ein sehr ambitioniertes Dienstleistungsangebot eingeführt. Gleichzeitig bat Utor die Fahrgäste um Verständnis, da sich das Unternehmen noch in einer Übergangsphase befinde.

Nach seinen Worten verfüge das Unternehmen über hoch motivierte Mitarbeiter, die nun schrittweise an das eigene Geschäftsmodell und die Qualitätsstandards von Baleària angepasst werden müssten. Besonders wichtig sei dabei die Pünktlichkeit, die für die Reederei eine nicht verhandelbare Priorität darstelle.

Weitere Verstärkung der Verbindungen zwischen den Inseln

Zusätzlich kündigte Baleària weitere Änderungen auf den Kanarischen Inseln an.

So wird die Fähre Sicilia künftig auf der Strecke zwischen Arrecife und Las Palmas de Gran Canaria eingesetzt.

Die kombinierte Passagier und Güterfähre Tamadaba soll dagegen die Verbindung zwischen Las Palmas de Gran Canaria und Puerto del Rosario verstärken.

Baleària kritisiert den Zustand des Hafens von Corralejo

Mit Blick auf die Hafeninfrastruktur äußerte sich Utor auch kritisch über den Zustand des Hafens von Corralejo.

Während er den Hafen von Playa Blanca als modern, sicher und gut ausgestattet bezeichnete, seien beim Hafen von Corralejo deutliche Defizite erkennbar. Nach seinen Worten entstehe der Eindruck, als befänden sich beide Häfen in zwei verschiedenen Ländern.

Deshalb müsse Corralejo verbessert werden. Früher oder später werde es notwendig sein, konkrete Forderungen nach einer Modernisierung der Infrastruktur zu stellen.

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