Autoinsassen auf Fuerteventura riskieren Leib und Leben für Foto: Polizei ermittelt Fahrer mit Video

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Die Polizei auf Fuerteventura versteht bei machen Dingen keinen Spaß; das gilt insbesondere dann, wenn Verkehrsteilnehmer öffentliche Straßen zu ihrem Spielplatz machen. Der Fahrer eines Autos trägt schließlich eine erhebliche Verantwortung für sich selbst, seine Mitfahrer und für andere Verkehrsteilnehmer. Wenn Mitfahrer gefährliche Dummheiten machen, muss er das unterbinden und im Zweifel anhalten. Fährt er dennoch weiter, begeht er eine Ordnungswidrigkeit oder macht sich unter gewissen Voraussetzungen sogar strafbar.

Dass die Polizei durchaus Möglichkeiten hat, gegen gefährliche Verhaltensweisen im Straßenverkehr vorzugehen, zeigt der Fall eines Cabrios im Norden von Fuerteventura, dessen Beifahrer während der Fahrt mutmaßlich für Foto- oder Videoaufnahmen ihren Sicherheitsgurt abgelegt und aufgestanden sind.

Das hat nun ein Nachspiel für den Fahrer des Cabrios, denn das Verhalten war nach Einschätzung der Polizei mit einer sicheren Teilnahme am Straßenverkehr völlig unvereinbar.

Überwachungskameras zeichnen gefährliche Fahrt auf

Die Beamten entdeckten das Cabrio bei routinemäßigen mit Überwachungs- und Beobachtungsmaßnahmen, als sie die Bilder verschiedener Kameras auswerteten, die an mehreren Stellen im Gemeindegebiet installiert sind.

Dabei fiel ihnen ein Cabrio auf, das eine Ortsdurchfahrt der Gemeinde befuhr. Mehrere Insassen befanden sich während der Fahrt außerhalb des eigentlichen Fahrgastraums. Ihre Positionen seien „mit einer sicheren Fahrt nicht vereinbar“ gewesen.

Fast gleichzeitig gingen bei der Polizei mehrere Anrufe von Anwohnern ein, die auf dieselbe Situation aufmerksam machten.

Daraufhin wurden die Aufzeichnungen der Überwachungskameras erneut ausgewertet. Auf den Bildern konnten die Beamten nachvollziehen, wie sich die Insassen während der Fahrt verhielten.

Kennzeichen über Kameras identifiziert

Mithilfe des Videoüberwachungssystems gelang es der Polizei, das Kennzeichen des Cabrios festzustellen und anschließend den Halter des Fahrzeugs zu ermitteln. Danach wurden die entsprechenden polizeilichen Maßnahmen eingeleitet.

Die Beamten schrieben eine Anzeige wegen rücksichtslosen beziehungsweise besonders gefährlichen Fahrens („conducción temeraria“).

Polizei warnt vor Aktionen für soziale Netzwerke

Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass für einen eindringlichen Appell. Was zunächst wie ein Scherz, ein Foto für soziale Netzwerke oder nur wenige Sekunden Video erscheinen könne, könne in einem Verkehrsunfall mit unumkehrbaren Folgen enden.

Insbesondere bei einem fahrenden Cabrio können Personen, die sich außerhalb der vorgesehenen Sitzposition befinden und nicht angeschnallt sind, bei einem abrupten Bremsmanöver, einem Ausweichmanöver oder einer Kollision aus dem Fahrzeug geschleudert werden. Schon eine unerwartete Bewegung des Fahrzeugs kann ausreichen, um das Gleichgewicht zu verlieren.

Die Botschaft der Polizei ist daher eindeutig: Niemand sollte sein eigenes Leben oder das anderer Menschen gefährden, nur um ein Foto aufzunehmen, ein Video zu drehen oder einen vermeintlichen Spaß zu machen.

„Die Straße ist nicht der Ort für diese Art von Verhalten“, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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