Ermittlungen gegen Vater nach tragischem Hitzetod eines Kleinkindes im Auto auf Fuerteventura

Rose-Kleinkind

Nach dem tragischen Tod eines 20 Monate alten Kindes infolge eines Hitzschlags auf Fuerteventura hat das zuständige Gericht Ermittlungen gegen den Vater eingeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann das Kleinkind in seinem Auto in Tetir vergessen haben. An diesem Tag herrschten auf Fuerteventura extrem hohe Temperaturen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den möglichen Tatbestand der fahrlässigen Tötung.

Dauer des Aufenthalts im Auto noch ungeklärt

Gegenstand der Ermittlungen sind insbesondere die genauen Umstände, die zum Tod des Kindes geführt haben. Bislang ist nicht bekannt, wie lange sich der 20 Monate alte Junge in dem Fahrzeug befand, bevor sein Vater seinen folgenschweren Irrtum bemerkte.

Als der Vater feststellte, dass sich das Kind noch im Auto befand, eilte er nach den vorliegenden Informationen sofort zum Fahrzeug. Dort fand er seinen Sohn bereits in einem äußerst kritischen Zustand vor.

Das Kind wurde zunächst in das Allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura gebracht. Aufgrund seines sehr schlechten Zustands wurde es anschließend in das Universitätskrankenhaus für Mutter und Kind (Hospital Universitario Materno Infantil) auf Gran Canaria verlegt.

Trotz der Bemühungen der Ärzte gelang es nicht, den Zustand des Kindes dauerhaft zu stabilisieren. Das kanarische Gesundheitsministerium bestätigte laut dem Bericht, dass das Kind an den Folgen eines Hitzschlags starb.

Ermittlungen wegen möglicher fahrlässiger Tötung

Eine fahrlässige Tötung liegt vor, wenn eine Person den Tod eines anderen Menschen, ohne diesen beabsichtigt zu haben, durch Fahrlässigkeit oder mangelnde Sorgfalt verursacht. Das spanische Strafrecht sieht für eine schwere fahrlässige Tötung eine Freiheitsstrafe von einem bis vier Jahren geahndet vor.

Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bedeutet noch keine Feststellung der strafrechtlichen Verantwortung des Vaters. Im weiteren Verfahren muss insbesondere geklärt werden, wie es zu dem Vergessen des Kindes im Fahrzeug kam, wie lange es dort eingeschlossen war und ob wegen schuldhaften Handelns die Voraussetzungen für eine strafrechtlich relevante Fahrlässigkeit gegeben sind.

Familie auf Fuerteventura sehr bekannt

Die Familie des verstorbenen Kindes steht auf Fuerteventura wegen der politischen Aktivitäten einiger Familiemitglieder in der Öffentlichkeit.

Der Fall hatte auf Fuerteventura große Bestürzung ausgelöst.

Besonders hohe Temperaturen können im Innenraum eines geschlossenen Fahrzeugs innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich werden. Kleinkinder sind dabei besonders gefährdet, da ihre Fähigkeit zur Regulierung der Körpertemperatur noch nicht so ausgeprägt ist wie bei Erwachsenen. Bei einem schweren Hitzschlag kann die Körpertemperatur stark ansteigen, wodurch unter anderem Gehirn, Kreislauf und andere lebenswichtige Organe geschädigt werden können.

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