Tomatensorte „Especial de Fuerteventura“ nach 50 Jahren wieder auf dem Markt

Die Initiative von Inselpolitikern und Landwirten der Insel hat es nun ermöglicht eine Tomatensorte wieder zu züchten, die man auf Fuerteventura seit Mitte der 60er Jahre nicht mehr angebaut hatte und nun mit einem doppelten Ziel zurückgewinnen will:

Zum einen soll ein auf der Insel heimischer Samen erhalten und wieder genutzt werde, zum anderen will man größere Auswahl- und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, um die Ertragsfähigkeit zu erhöhen.

Dank zweier Landwirte aus Rosa de los James in der Gemeinde Tuineje konnte eine heimische Tomatensorte und somit auch ein Teil des Landschaftserbes wieder zurückgewonnen werden. Diese hatten nämlich das Saatgut der „Especial de Fuerteventura“, das ihr Vater damals für den Anbau nutzte, seit 50 Jahren in einem Behälter aufbewahrt. Seitdem kümmert man sich in den öffentlichen Einrichtungen des Versuchsguts „Granja Agrícola y Experimental“ in Pozo Negro um die Wiedergewinnung dieser Samenart. Aus einem einzigen Keimling entwickelten sich nach drei Jahre langer Arbeit schließlich bis zu 600 Sträucher auf einer Anbaufläche von 1.000 Quadratmetern, an denen stets weitergearbeitet wird, um die Ertragsfähigkeit zu maximieren. Dazu wird zum Beispiel analysiert, welche Bewässerungsmenge am besten ist oder wie die ergiebigsten Böden geschaffen werden können.

Die „Especial de Fuerteventura“ beschreibt eine Tomatensorte mit ca. 220 Gramm schweren Früchten, die sich durch ihren süßlichen Geschmack auszeichnen. Bis zur Mitte der 60er Jahre war der Anbau der heimischen Tomate aufgrund ihrer idealen Anpassung an die klimatischen Bedingungen der Insel weit verbreitet und auf Fuerteventura sehr beliebt. Die Ertragsfähigkeit anderer Sorten führte jedoch allmählich dazu, dass sie im Laufe der Zeit völlig aus den Feldern der Insel verschwand. Nach den positiven Ergebnissen der jahrelangen Anbauversuche haben mittlerweile auch wieder viele Insel-Landwirte die Sorte auf ihren Fincas gepflanzt.

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