Einigung zwischen Angestellten und Gemeindeverwaltung von La Oliva zur Sicherung von Arbeitsplätzen

Die Angestellten der Gemeinde von La Oliva haben sich mit ihrem Arbeitgeber auf eine Vereinbarung verständigt, die für das Jahr 2010 Einsparungen bei den Personalkosten ermöglichen soll, ohne dass Kündigungen ausgesprochen werden müssen.

Die Gemeinde rechnet für 2010 mit einem massiven Rückgang der Einnahmen und hat sich deshalb einen drastischen Sparkurs auferlegt, mit dem rund 50% der Gemeinkosten eingespart werden sollen.

Die Vereinbarung, die vom Betriebsrat, der Personalversammlung und der Gemeindeverwaltung unterschrieben wurde, sieht vor, dass die Angestellten der Gemeinde pro Tag eine Stunde weniger arbeiten und eine entsprechende Reduzierung ihres Lohnes hinnehmen, wobei einzelne Härtefälle von dieser Regelung ausgenommen werden sollen.

136 der Arbeitnehmer stimmten für diese Einigung, 103 waren dagegen, 10 enthielten sich und 2 gaben ungültige Stimmen ab. Die Verhandlungen wurden von Gewerkschaftsberatern begleitet.

Die Vereinbarung ist allerdings an Gegenleistungen geknüpft. So muss die Gemeinde einen Stellenplan aushandeln, einen Plan zur Stabilität der Arbeitsplätze ausarbeiten und über die Betriebsvereinbarung mit den Arbeitnehmern neu verhandeln.

Die Gemeindeverwaltung dankte der Belegschaft für ihre Verhandlungsbereitschaft und dafür, dass die Mitarbeiter solidarisch das Gemeinwohl vor ihre persönlichen Interessen gestellt hätten. Nun könne die Gemeinde die Haushaltsplanung für 2010 abschließen und dabei die Arbeitsplätze erhalten.

Die Gewerkschaftsvertreter und die Regierenden von La Oliva bewerteten die finanzielle Lage der Gemeinde als exemplarisch für alle kanarischen Verwaltungen und glauben, die Lösung die man in La Oliva gefunden hätte, könne als Beispiel dafür dienen, wie die kommunale Finanznot angepackt werden könne, ohne die Zahl der Arbeitslosen weiter zu erhöhen.

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