Fischereikrieg vor Gibraltar

Die britische Marine hat in der Nacht des 18.05.2012 mehrere spanische Fischerboote vor der Küste Gibraltars aufgebracht und zum Verlassen des Gebiets aufgefordert. Die Navy hat bei diesem Einsatz die „Royal Gibraltar Police“ unterstützt, wie dies bereits zuvor in weiteren Zwischenfällen geschehen ist. Die Behörden hatten Anfang März 2012 einseitig eine Vereinbarung mit dem Fischereisektor in dem Gebiet außer Kraft gesetzt und damit die Fischerei in ihren Gewässern verboten.

Der Vorfall ereignete sich gegen 22.00h als 6 spanische Fischerboote in das Gebiet eindrangen, obwohl die Fischereigenossenschaften davon abgeraten hatten, bevor der Konflikt gelöst ist. Die Fischerboote verweilten gut eine Stunde in den Gewässern, bis Patroullienboote der Royal Navy die Fischer zum Verlassen der Zone aufforderten und ihnen eine Anzeige androhte, falls sie die Aufforderung ignorieren sollten. In Anbetracht der Drohungen seitens der Briten riefen die spanischen Fischerboote die Guardia Civil zu Hilfe, die ihrerseits einige Patroullienboote in die Zone entsandte. Offenbar lenkten die Fischer letztlich ein und verließen die Zone ohne weitere Zwischenfälle.

Im Morgengrauen des 14.05.2012 war es bereits zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Eine Patroullie der Royal Gibraltar Police hatte Fischern mit der Festnahme gedroht, nachdem sie drei Mal aufgefordert wurden, das britische Gebiet zu verlassen. Am 04.05.2012 soll es sogar zu einem Handgemenge zwischen Gibraltar-Polizei und dem spanischen Zoll gekommen sein.

Die Royal Navy betreibt in Gibraltar einen Logistikstützpunkt und ist für die Sicherung der Militärschifffahrt in der britischen Kolonie zuständig.

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