Kanarischer Exportsektor wächst gegen spanischen Trend

Spaniens Wirtschaft steht mächtig unter Druck. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue Hiobsbotschaften über Arbeitslosigkeit und Pleitebanken verkündet werden. Auch die Exportwirtschaft Spaniens bleibt von dem negativen Trend nicht verschont. Im ersten Quartal 2012 sind die Importe des Landes um 0,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass die Exporte der Kanaren im selben Zeitraum um 12,4% angestiegen sind.

Das Gewicht des spanischen Exportsektors hat für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Landes im Rahmen der Krise deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Rückgang der Exportwirtschaft um knapp 1% hat deutlich zu der Kontraktion des Bruttoinlandsproduktes von 0,3% in den ersten drei Monaten des Jahres beigetragen.

Die Handelsbeziehungen zum afrikanischen Kontinent und die Erschließung neuer Nischenmärkte, zu denen die Kanarischen Inseln als Logistikdrehscheibe dienen, haben dazu beigetragen, dass die Kanaren ihre Expore ankurbeln konnten.

Das gesamte Exportvolumen im ersten Quartal 2012 belief sich auf rund 668 Mio. Euro. Ein großer Teil davon, nämlich rund 274 Mio. Euro entfiel auf Raffinerie-Produkte, die am Produktionsstandort des Ölkonzerns Cepsa auf Teneriffa erzeugt wurden.

Auch was den Export von Rohstoffen angeht, gewinnen kanarische Häfen von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Der Export von Rohstoffen von den Kanaren ist von 6,6 Mio. Euro im ersten Quartal 2010 auf 11,9 Mio. in ersten Quartal 2011 und auf 25,7 Mio. im ersten Quartal 2012 gestiegen.

Auch der Lebensmittelsektor verzeichnet einen ähnlichen Trend. Auf den Kanaren werden z.B. Fischereiprodukte weiterverarbeitet oder tiefgefroren und dann in alle Welt weiterverkauft.

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