Spaniens Bevölkerung schrumpft in laufender Dekade um eine Mio.

Spaniens Bevölkerung dürfte in der laufenden Dekade um rund eine Mio. Personen schrumpfen. So prognostiziert es das Ministerium für Arbeit und Sozialversicherung in seinem „Wirtschafts- und Finanzbericht zum Haushalt der Sozialversicherung 2013“.

Hauptgrund für das Sinken der Bevölkerungszahl sind die Migrationseffekte. Obwohl erwartet wird, dass bis 2020 pro Jahr rund 450.000 Menschen nach Spanien ziehen werden, geht man davon aus, dass die Zahl der Auswanderer darüber liegen wird und die Migrationsbilanz bis 2020 einen akkumulierten negativen Saldo von -945.000 Einwohner aufweisen wird.

Das Ministerium sieht den Grund für die negative Migrationsbilanz vor allem in den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die zum einen Menschen davon abhält, nach Spanien einzuwandern, und zum anderen immer mehr Menschen dazu bringt, das Land zu verlassen.

Doch auch die natürliche Bevölkerungsentwicklung wird bis 2020 zu einem Sinken der Bevölkerungszahlen führen. Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird die Zahl der Geburten um ca. 4,7% gegenüber dem letzten Jahrzehnt sinken, die Zahl der Sterbefälle dagegen um 7,8% steigen. Damit wird die Sterberate über der Geburtenrate liegen, und die Bevölkerung aus diesem Grund bis 2020 jährlich um knapp 20.000 Personen sinken.

Der Anteil der Personen über 64 Jahre wird in Spanien bis 2030 dramatisch ansteigen. In 2010 repräsentierte diese Bevölkerungsgruppe einen Anteil von 16,65% an der Gesamtbevölkerung. In 2020 werden die über 64-Jährigen bereits 19,27% und in 2030 rund 23,53% ausmachen. In 2050 werden rund 32% der spanischen Bevölkerung über 64 Jahre alt sein, wenn die Prognosen des Ministeriums für Arbeit und Sozialversicherung sich erfüllen.

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