Spanischer Arbeitsmarkt: Licht am Ende des Tunnels?

Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ist in Spanien im Dezember 2012 gegenüber November um 59.094 Personen zurückgegangen. Das ist der höchste Rückgang, der jemals in einem Dezember verzeichnet wurde.

Insgesamt gab es in 2012 insgesamt 5 Monate, in denen die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen ist. Dennoch ist übers Jahr gesehen die Zahl der Arbeitslosen um 9,64% gegenüber Ende 2011 angestiegen und lag Ende 2012 bei fast 4,849 Mio. Personen.

Interessanterweise ist die Zahl der arbeitslosen Frauen (-50.773) deutlich stärker zurückgegangen, als die der Männer (-8.321).

Eine dauerhafte Trendwende auf dem Arbeitsmarkt wäre für die spanische Wirtschaft sicher das wichtigste Indiz für eine Erholung. Schließlich ist die Kaufkraft der Konsumenten durch die hohe Arbeitslosigkeit, die Lohnkürzungen und die dramatischen Sparmaßnahmen der Regierung seit Beginn der Krise deutlich gesunken und eine steigende Binnennachfrage könnte die Konjunktur wieder in Schwung bringen.

Immerhin deuten die recht positiven Zahlen der Handelsbilanz darauf hin, dass die Wettbewerbsfähigkeit Spaniens im internationalen Vergleich gestiegen ist und die spanische Exportwirtschaft etwas an Fahrt gewinnen könnte, und auch die Zahlen des Tourismussektors erreichten in 2012 neue Rekorde.

Was den Arbeitsmarkt angeht, dürfte die Entwicklung der ersten vier Monate 2013 interessant werden, in denen saisonbedingt die Zahl der Arbeitslosen gewöhnlich zunimmt.

Um von einer echten Trendwende zu reden, ist es in jedem Fall noch zu früh.

Bevor es wirklich bergauf geht, werden sicher noch einige Jobs verloren gehen.

Wir halten Spanien die Daumen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Spanien-Nachrichten