Bei El Hierro bebt wieder die Erde

Der unterseeische Vulkan, der seit Juli 2011 bei El Hierro beobachtet wird, hat im März wieder an Fahrt aufgenommen.

Einen ersten Höhepunkt der Eruption gab es im Oktober 2011, als Experten am 10.10. bestätigten, dass sich unterseeisch tatsächlich die Erde geöffnet hatte. Damit galt der bis dahin lediglich als „Zustand“ bezeichnete Vorfall dann als Vulkanausbruch. Damals wurde die vulkanologische Warnstufe von gelb auf rot heraufgesetzt und Teile der Ort La Restinga evakuiert.

Nachdem sich das System wieder beruhigt hatte, konnten die Einwohner zurück in ihre Häuser und nach einiger Zeit konnte auch die vulkanologische Warnstufe über gelb zurück nach grün (keine Gefahr) heruntergesetzt werden.

Seit Mitte März beobachten die Experten des Instituto Volcanológico de Canarias (Involcan, Kanarisches Institut für Vuklanologie) nun wieder verstärkte Erdbewegungen im Gebiet des unterseeischen Vulkans. Allein seit 16. März bis einschließlich 30.März, 11.30h) hat es 1917 Beben gegeben. Darin sind allerdings alle Erdbewegungen enthalten, mögen sie auch noch so klein sein. Die Tatsache allerdings, dass es insbesondere in den letzten Tagen (Stand 30.03.) diverse Erdbeben von über 4 auf der Richterskala gegeben hat, hat die Behörden veranlasst, die vulkanologische Warnstufe wieder auf „gelb“ hoch zu setzen. Das bislang stärkste gemessene Beben gab es am 29.03. mit einer Stärke 4,7 auf der Richterskala. Dieses Beben war damit das stärkste Erdbeben seit Beginn des „Vorfalls“. Insgesamt gab es insbesondere in den letzten Tagen diverse Erdbeben, die die Stärke 4 auf der Richterskala übertrafen und teilweise bis nach Teneriffa und La Palma zu spüren waren.

Zurzeit sind auf El Hierro verschiedene Tunnel und Straßen gesperrt, allerdings gab es bislang dennoch keine Schäden durch Erdrutsche oder ähnliches.

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