Sommer – Sonne – Tod?

RIP Strömung Warnschild

Nachdem Anfang Juli innerhalb von nur drei Tagen in Spanien vier Kinder in Pools ertrunken sind, hat das Gesundheitsministerium Eltern eindringlich dazu aufgerufen, ihre Kinder beim Baden nicht aus den Augen zu lassen.

Die Vizedirektorin für Gesundheit und Epidemiologie, Elena Andradas bat insbesondere darum „die Verantwortung für die Aufsicht nicht an ältere Geschwister zu delegieren, insbesondere auch in Privatpools“. Auch wenn diese klein seien, sollten Eltern sich darüber im Klaren sein, dass ein Kleinkind auch in einer Wassertiefe von nur 30cm ertrinken kann.

Auch das Baden im Meer ist natürlich nicht immer ungefährlich. Für ungetrübtes Badevergnügen gilt auch hier, Kinder nie unbeaufsichtigt zu lassen!

Vor allem das Baden an den Stränden von Fuerteventuras Nord- und Westküste gilt wegen der häufigen starken Strömungen als extrem gefährlich. Auf das Baden sollte man hier grundsätzlich verzichten, wenn einem sein Leben lieb ist. Jedes Jahr verlieren unzählige Menschen ihr Leben, die glauben, es besser zu wissen.

Das Baden an den Stränden der Costa Calma und den anderen Stränden der südlichen Ostküste (Esquinzo, Morro Jable) ist für gewöhnlich weniger gefährlich. Dennoch können auch an den Küsten an der Südostseite Fuerteventuras überall und jederzeit sogenannte Rip-Strömungen auftreten, die Schwimmer mit großer Geschwindigkeit aufs offene Meer hinausziehen können.

Wenn man in eine solche Strömung gerät, heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Gegen die Strömung anzuschwimmen ist unmöglich und wäre die grundfalsche Strategie in einer solchen Situation. Die Ripströmungen wirken oft nur in einen sehr schmalen Bereich, der manchmal nur wenige Meter breit ist. Richtig ist es, parallel zum Strand, also quer aus der Strömung hinauszuschwimmen und erst dann zu versuchen, wieder in Richtung Küste zu schwimmen, wenn man nicht mehr von der Strömung hinausgetrieben wird.

Auch ohne Strömungen kann es an den Badestränden von Jandia und Costa Calma sehr gefährlich sein, mit einer Luftmatratze oder einem Gummiboot zu spielen. Der vor allem in den Sommermonaten teilweise sehr starke Wind kann Luftmatratzen oder Gummiboote mitsamt Besatzung innerhalb kürzester Zeit so weit aufs Meer hinaus wehen, dass selbst gute Schwimmer kaum eine Chance haben, aus eigener Kraft wieder an Land zu kommen. Deshalb sollte man auf die Benutzung solcher Spielsachen am offenen Meer am besten ganz verzichten.

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