Puerto del Rosario kassiert 550.000 Euro an Bußgeldern

Die spanischen Kassen sind leer. Überall. Nicht nur bei der madrider Zentralregierung, sondern auch in den Gemeinden des Landes. Auch die Gemeinden auf Fuerteventura sind von der Ebbe in den Kassen nicht verschont geblieben. Und so müssen die Regierenden immer neue Wege finden, um mehr Geld einzunehmen, oder die bestehenden Maßnahmen zum Geldeintreiben immer vehementer durchsetzen.

Die allseits verhassten „multas“, also Bußgelder, sind eine Einnahmequelle, die noch vor zwei Jahren in Puerto del Rosario mehr oder weniger nur „peanuts“ einbrachte.

Gerade einmal etwas mehr als 30.000 Euro mussten Verkehrs- und sonstige Sünder in 2011 als Buße berappen.

Im Haushaltsplan für das Jahr 2013 hatte die Gemeindeführung immerhin schon einen Betrag von 180.000€ angesetzt, den die Ordnungshüter einsammeln sollten. Offenbar waren die Maßnahmen zur Einnahmesteigerung so effektiv, dass die Gemeinde noch bevor das Jahr vorrüber ist mit rund 550.000€ mehr als das Dreifache des geplanten Betrages einkassiert hat.

Es ist kaum anzunehmen, dass die Bürger in Puerto del Rosario glauben, dass die Anarchie ausgebrochen ist, oder aus einem sonsitgen Grund die Zahl der Ordnungswidrigkeiten zu massiv zugenommen hätte. Die Opposition wirft dem Bürgermeister von Puerto del Rosario zumindest vor, dass er seine Polizisten auf die Straße schickt, um Geld einzutreiben, während es den Bürgern schlecht geht.

Die Polizisten von Puerto del Rosario beschweren sich unterdessen über ihre prekären Arbeitsbedingungen und fehlende Dienstpläne.

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