EURIBOR unterbricht zweijährigen Abwärtstrend

Der 12-Monats-Euribor lag im Januar 2014 im Durchschnitt bei 0,562% und markierte damit seinen höchsten Monatsdurchschnittswert seit Februar 2013.

Seit Februar 2012, als der noch bei 1,678% lag, befand sich der Euribor in einem stetigen Abwärtstrend, der nun erstmals unterbrochen wurde.

Im Mai 2013 erreichte der Euribor seinen historischen Tiefstwert bei 0,484%. Sein Maximum lag bei 5,393% im Juli 2008.

Der Euribor ist der Zinssatz, zu denen die Banken im Euroraum sich untereinander Geld leihen. Er ist der wichtigste Referenzzins im Hypothekengeschäft in Spanien. Der größte Teil der spanischen Hypotheken wird zu einem variablen Zinssatz verzinst. Dieser Nominalzins berechnet sich aus dem Euribor + Differential.

In Zeiten der spanischen Wirtschafts- und Immobilienkrise hatten die Banken die Differentiale immer weiter angehoben, sodass die Kosten für neue Hypothekendarlehen immer weiter anstiegen, obwohl der Euribor immer weiter sank.

Ein nun steigender Euribor muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass neue Hypothekendarlehen in Zukunft teurer werden. Aufgrund der gewissen Erholung, die Banken offenbar am Immobilienmarkt sehen, haben einige Kreditinstitute begonnen, ihre Differentiale wieder nach unten zu korrigieren.

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