Spanien zahlt niedrigsten Zins seit 2006

Bei insgesamt drei Anleihenauktionen konnte Spanien über 5 Milliarden Euro in die Staatskassen spülen und sich somit erneut erfolgreich am Anleihenmarkt refinanzieren. Wie die spanische Notenbank am 06.03.2014 mitteilte, lag der Zinssatz bei einer Versteigerung spanischer Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren bei nur 3,356%, was einem Rekordtief seit Januar 2006 entspricht. Auch die Zinssätze auf drei- und fünfjährige Anleihen, sanken mit 1,339% und 2,139% auf ein historischen Tiefstand. Im Rahmen dieser Anleihenauktionen ging ebenfalls die Rendite deutlich zurück. Bei einer Versteigerung von Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit meldete die „Banco de España“ einen Abfall der Rendite von vergleichsweise 3,56 % am 20. Februar auf nur 3,34 %. 

Die starke Zinsverbilligung hatte sich bereits zuvor am Sekundärmarkt abgezeichnet und spiegelt somit die Entwicklung im freien Handel wider.

Wenige Minuten nach der Auktion lag Spaniens Risikoprämie bei nur 173 Basispunkten, was verglichen mit dem Stand zu Beginn des Tages einen Abfall von zwei Prozentpunkten bedeutet. Die Tatsache, dass Risikoaufschläge auf vergleichsweise sicher geltende deutsche Bundesanleihen um einiges höher sind, verdeutlicht einmal mehr das Ausmaß der Tiefstände. Nichtsdestotrotz sind die niedrigen Zinsstände unter Anderem ein Zeichen dafür, dass sich das Land wieder selbst finanzieren kann und sich die Lage in Europa langsam stabilisiert.

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