Die Kanaren als Route der Wale und Delfine: Whale Whatching auf Fuerteventura

Unter der Meeresoberfläche rund um die Kanarischen Inseln verbirgt sich eine einzigartige Biodiversität, die durch die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten besticht. Das Vorkommen zahlreicher Walarten, wie dem Gemeinen Delfin, dem Großen Tümmler sowie dem Schnabel- oder Pottwal, bestätigt immer wieder, wie reich und vielfältig das Ökosystem dieses Meeresgebietes ist.

Auch die kürzlich gelungene Sichtung eines Blauwals in kanarischen Gewässern zeigt, dass die Inseln sowohl als Nahrungsquelle, als auch als Fortpflanzungs- und Wanderungsgebiet vieler Tiere bevorzugt werden. Dieses Naturschauspiel, in dem eine Forschergruppe der Universität La Laguna zusammen mit dem Zoolgen Álvaro de Astica die seltene Gelegenheit bekam, das größte Tier unseres Planeten zu bewundern, ereignete sich in einem besonders reichen Meeresgebiet vor der Küste Fuerteventuras. In den letzten 20 Jahren konnten lediglich nur drei der gigantischen Meeresbewohner vor den Kanaren gesichtet werden. Nachdem sich das Gebiet bereits im Biosphärenreservat von Fuerteventura befindet und der EU als sogenannte LIC-Zone (Lugar de Interés Comunitario) vorgeschlagen wurde, forderte nun auch der WWF, dass der besagte Meeresstreifen zu einem internationalen Schutzgebiet für Wale und Delfine erklärt werden soll, da dort ein Drittel aller bekannten Walarten weltweit zu finden ist. Insgesamt sind auf der Erde ca. 79 Walarten bekannt, wovon allein 29 vor der kanarischen Inselgruppe gesichtet wurden. Damit gilt der Archipel als eines der wichtigsten Beobachtungsgebiete der Meeressäuger weltweit.

Auf Fuerteventura hat sich das Whale Whatching bereits zu einer richtigen Touristenattraktion entwickelt. Der auf der Insel ansässige Zoologe Astica sieht die Walbeobachtung als Alternative zum typischen Tourismusangebot, das sich nur auf Sonne und Strand beschränkt. Die Menschen sollen dabei den großen Reichtum der kanarischen Meeresgebiete kennenlernen und ein Bewusstsein für dessen Erhaltung entwickeln. Sowohl im Norden, als auch im Süden der Insel gibt es gute Beobachtungsgebiete für Wale. „Die vorsichtige und respektvolle Annäherung mit den Schiffen ermöglicht es uns, diese würdevollen Naturschauspiele zu bewundern“, so Astica.

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