Mutmaßliches Flüchtlingsboot in La Pared verursacht Großeinsatz der Polizei

Eine sogenannte Patera, die am Morgen des 03.11.2014 am Strand von La Pared entdeckt wurde, löste einen Großeinsatz der Guardia Civil aus.

Pateras sind die typischen, meist nicht besonders seetüchtigen Holzboote, die von Schlepperbanden benutzt werden, um Flüchtlinge von der westafrikanischen Küste zu den Kanaren zu bringen. Manchmal werden die Boote auch von Drogenschmugglern benutzt, oder aber die kriminellen Banden transportieren Flüchtlinge und Drogen gleichzeitig.

In jedem Fall ist die Entdeckung eines verlassenen Bootes immer ein Grund für polizeiliche Ermittlungen. Folglich suchten Einsatzkräfte am Vormittag an Land und mit einem Helikopter des Kanarischen Notfalldienstes das Gebiet um La Pared nach möglichen Spuren ab.

Gegen Abend wurde die Suche in den Bergen hinter La Pared bis zum Dunkelwerden fortgesetzt. Auch hier war ein Helikopter der Guardia Civil im Einsatz und unterstützte die Einsatzkräfte, die zu Fuß die Berghänge nach Verdächtigen absuchten.

Nach Aussage eines Beamten der Guardia Civil wurden „mehrere Schwarze aufgegriffen“. Dies lässt die Vermutung zu, dass es sich tatsächlich um ein Boot mit afrikanischen Flüchtlingen handelte. Über die genaue Anzahl der Personen, ihre Herkunft und ihren Gesundheitszustand konnten wir nichts in Erfahrung bringen. Augenscheinlich waren auch ein Fahrzeug und Mitarbeiter des spanischen Roten Kreuzes am Einsatzort.

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