„SALT 2014“ im Technologiepark von Los Estancos

Am 19. November eröffnete die fünfte Ausgabe des Atlantik-Salons für Logistik und Transport SALT 2014 (Salón Atlántico de Logística y Transporte) im kürzlich neu eingeweihten bioklimatischen Gebäude des Technologieparks nahe der Inselhauptstadt Puerto del Rosario. Die dreitägige Veranstaltung bietet eine Ausstellungsfläche für alle Körperschaften und Unternehmen, die im Transport- und Logistikwesen tätig sind. Sie dient als Informations-, Versammlungs- und Kooperationsbasis für die Schaffung besserer Mobilität und der Verbesserung der Verbindungen im Atlantikgebiet. Im Rahmen des Salons versammelte sich erstmals das neu gegründete Komitee für kanarisch-marokkanische Verbindungen, das nun als permanente Arbeitsgruppe für eine koordinierte Kommunikation zwischen den Kanaren und Marokko sorgen wird.

Den Fokus setzte das Komitee bei seinen Treffen auf die Seeroute zwischen Puerto del Rosario und dem marokkanischen Tarfaya. Die Verbindung wurde 2008 unterbrochen und wird voraussichtlich Mai nächsten Jahres wieder aufgenommen. Ahmed Moussa, der Generalkonsul von Marokko, betonte, dass diese Schiffslinie für beide Regionen von großer Bedeutung ist, weil sie eine trikontinentale Beziehung ermöglicht, indem Tarfaya und Fuerteventura als Bindeglied zwischen Afrika, Europa und Amerika dient.

Während des SALT 2014 zeigte das bioklimatische Gebäude seine ersten großen Schwächen. Mit dem heftigen Regen, der am Eröffnungstag über die Insel kam, trat Wasser durch die offenen Bereiche und durchnässte Teilnehmer und Ausstellungsmaterial. Viele Aussteller mussten ihre Stände abbauen und sich mit Regenschirmen gegen das Wasser schützen. Dies sorgte für mächtig Kritik unter den internationalen Gästen, die zu diesem wichtigen Treffen geladen waren. Die Beschwerden der Aussteller wurden immer größer, als dann auch noch die Stromversorgung für eine Stunde ausfiel. Für den größten Unmut sorgte aber wohl ein peinlicher Fauxpas der Organisatoren. An einem der Stände direkt neben dem Standort der afrikanischen Unternehmen wurde iberischer Schinken zur Verkostung angeboten, obwohl der Großteil der angereisten Gäste aus dem arabischen Marokko kam und Schweinefleisch daher aus religiösen Gründen streng verboten ist.

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