Nachbarschaftskrieg: Mann sagt Behandlungstermine seines krebskranken Nachbarn ab

Die Guardia Civil hat in Agüimes auf Gran Canaria einen 34-jährigen Mann festgenommen, der offenbar darauf aus war, seinem schwer krebskranken Nachbarn gezielt zu schaden, indem er in seinem Namen im Krankenhaus der Insel anrief und die vom Arzt angeordneten Sitzungen absagte. Dieser ernste Eingriff in die Gesundheit des erkrankten Mannes ist auf einen verbitterten Nachbarschaftsstreit zurückzuführen, der bereits seit über einem halben Jahr anhielt.

Außerdem gab sich der Mann bei der Familie des Opfers telefonisch als behandelnder Arzt des Universitätskrankenhauses aus, um sie über die verschobenen Termine zu informieren. Als der schwerkranke Mann schließlich selbst das medizinische Personal des Hospitals kontaktierte, um den Grund für die sich stetig ändernden Behandlungstermine zu erfahren, fand er heraus, dass jemand diese in seinem Namen abgesagt hatte. Schließlich setzte er die Guardia Civil über die unglaublichen Vorfälle in Kenntnis und äußerte zudem den Verdacht, dass sein Nachbar hinter dieser Aktion stecken könnte. Bereits zuvor kam es im Verlauf der gegenseitig andauernden Streitigkeiten nämlich zu ungewöhnlichen Vorfällen, in denen beispielsweise das Türschloss des schwerkranken Mannes mit Silikon und Klebstoff versiegelt wurde. Die Guardia Civil wurde im Laufe ihrer Ermittlungen auf den verdächtigen Nachbarn aufmerksam und ging letztendlich zur Festnahme des Mannes über.

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