Fünf Orcas vor El Hierro gesichtet

Mitglieder der Forschungsgruppe für Wale und Bioakustik der Universität La Laguna (ULL) haben circa zwei Meilen südlich der Kanareninsel El Hierro eine Gruppe von fünf Orcas gesichtet und dabei auch ein Exemplar mit einem erbeuteten Kopffüßler im Maul fotografiert, nachdem sich das Tier beim Auftauchen blicken ließ. Es wurde bestätigt, dass die beobachtete Walgruppe aus einem Männchen, drei Weibchen und einem Jungtier besteht.

Die Aktion fand am frühen Samstagmorgen im Rahmen des Projekts „Monitoreo de zifios“ statt. Die Sichtung von Orcas in diesem Gebiet ist eigentlich recht selten – das letzte Mal, dass diese Wale in den Gewässern gesehen wurden, war im Juli 2012.

Die Bilder, die durch die Universität mit Genehmigung des Ministeriums für Landwirtschaft, Versorgung und Umwelt sowie der Forscher gemacht wurden, tragen zu einem Projekt bei, das durch die Stiftung für Artenschutz finanziert wird. Die Kanarischen Inseln gehören mit 27 der mehr als 80 bekannten Walarten zu der Region Europas mit der größten Artenvielfalt innerhalb dieser Tiere.

Obwohl das Projekt zur Untersuchung von 17 Walarten seit 2003 andauert, zeige der andauernde Mangel an Informationen über die Häufigkeit der Rückkehr und den Verbleib der Tiere auf den Kanaren laut der beteiligten Forscher die Bedeutung einer weiteren Überwachung der kanarischen Gewässer. Die beteiligten Wissenschaftler, die sich zu diesem Zweck auf El Hierro eingefunden haben, um mit dem Blainville-Schnabelwal und dem Cuvier-Schnabelwal zwei der am wenigsten erforschten Arten zu untersuchen, gehören zu Pionieren in ihrem Gebiet und arbeiten mit Forschungszentren auf den Bahamas und Hawaii zusammen.

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