Moskitos unter stärkerer Beobachtung

Während die Forschungen zur Entdeckung neuer Therapien gegen durch Moskitos übertragbare Krankheiten sogar den Medizinnobelpreis bekamen, herrscht auch auf kanarischen Flughäfen und Häfen stetige Wachsamkeit und Kontrolle, um die Einschleppung von durch Insekten übertragbare Krankheiten wie Malaria oder Dengue zu verhindern.

Der Medizinnobelpreis ging am 05.10.2015 an die Forscher Satoshi Omura und William C. Campbell für die Entwicklung neuer Medikamente gegen parasitäre Infektionskrankheiten sowie an Tu Youyou für die Entdeckung einer neuen Therapie gegen Malaria. Solche Krankheiten werden natürlich nicht allein durch ihre Erforschung bekämpft, sondern erfordern auch besondere Überwachungspläne wie beispielsweise jenen, der nach dem Aufflammen von Dengue in der nahegelegenen portugiesischen Insel Madeira im Jahr 2012 auf den Kanaren aktiviert wurde.

Domingo Núñez, Chef des Epidemiologie- und Präventionsdienstes des Kanarischen Gesundheitsdienstes SCS rühmte die wissenschaftliche Arbeit der drei Preisträger, da parasitäre Krankheiten eine gewisse Komplexität bei ihrer Untersuchung mit sich bringen und neue Behandlungsmöglichkeiten für Malaria wichtig seien, um eine Reduzierung der Sterblichkeit vor allem in den Tropen zu erreichen. Mittlerweile haben die Therapie sowie der neue Impfstoff gegen Malaria eine gute Effektivität erreicht. Dennoch bleiben besonders die Kanaren wachsam gegenüber Invasoren wie der asiatischen Tigermücke, die Krankheiten wie Dengue, Gelbfieber und Chikungunyafieber übertragen kann. Flughäfen und Häfen auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und La Palma werden auf diese Insekten überprüft, indem sie mit Fallen gefangen und analysiert werden, um Maßnahmen zur Eindämmung rechtzeitig einleiten zu können.

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