Größte Falschgelddruckerei Spaniens ausgehoben

Die Nationalolizei hat in der Provinz Toledo in einem alleinstehenden Haus die sowohl vom Ausmaß der Produktion als auch von der Qualität der Fälschungen her größte Falschgelddruckerei Spaniens stillgelegt. Die Beamten nahmen zwei Verdächtige fest und stellten Material zur Produktion von mehr als zwei Millionen 50-Euro-Scheinen sowie 195.000 Euro an bereits gedruckten Blüten sicher.

Die Ermittlungen begannen, als eine bisher unbekannte Art von gefälschten 50-Euro-Scheinen auftauchte, die Ähnlichkeiten zu 2015 im Ort Bargas in der gleichen Provinz sichergestellten Exemplaren zeigte. Durch einen Komplizen gelangten die Ermittler schließlich zum Verantwortlichen, der zuvor der Festnahme entgangen war.

Um die Fälschungen zu verbreiten, ließen sich die Täter eine geschickte Masche einfallen. Diese nutzten nämlich die meist sehbehinderten Losverkäufer der spanischen Lotterie ONCE, um in verschiedenen Ortschaften mit dem Falschgeld zu bezahlen. An nur einem Tag gelang es ihnen somit bis zu 30 unechte Geldscheine in Umlauf zu bringen.

Die Bande war ursprünglich in Talavera de la Reina ansässig und ist durch zunehmenden Druck durch die Ermittlungen in das abgelegene Haus eingezogen. Dort soll die Produktion koordiniert und in mehreren Phasen erfolgt sein. Nach dem Druck und der Fälschung der Sicherheitsmerkmale kam dort zur Trocknung in großem Stil auch ein Industriegerät zum Einsatz. Informationen der Polizei zufolge hat die Gruppe auch an neuen 20-Euro-Scheinen gearbeitet, was jedoch durch den Einsatz zunichte gemacht wurde.

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