Gauner bringen Massen von magelhaften Kondomen in Umlauf

Die spanische Nationalpolizei hat kürzlich drei Personen festgenommen, davon eine in Madrid sowie zwei weitere aus dem mexikanischen Guadalajara. Die drei Männer werden beschuldigt, für den vorsätzlichen Verkauf von Kondomen in schlechtem Zustand verantwortlich zu sein.

Mitarbeiter der Herstellerfirma hatten den Betrug während einer Routinekontrolle in einem Supermarkt der Stadt Écija (Sevilla) aufgedeckt. Anhand der Chargennummer der überprüften Ware fanden sie heraus, dass die Kondome zu einer Produktionseinheit von 800.000 Stück gehörten, die aufgrund von Fertigungsfehlern oder einem bald ablaufenden Verfallsdatum nicht mehr den für den Verkauf geltenden Hygiene- und Sicherheitsvorschriften entsprachen und daher zur Vernichtung an ein spezielles Recycling-Unternehmen nach Guadalajara geschickt worden waren.

Nachdem die mangelhafte Ware im Supermarkt entdeckt wurde, meldete das Unternehmen, dass insgesamt 286.000 Kondome in mangelhaftem Zustand in den Verkauf gegangen waren.

Die Polizei nahm daraufhin zwei Angestellte der beauftragten Entsorgungsfirma fest, die sich allem Anschein nach mit einer dritten Person aus Madrid abgesprochen hatten. Als Besitzer eines Lagers zum Verkauf von Restbeständen aus Produktionsüberschüssen und Auflösungen kümmerte sich diese um den Verkauf der Mangelware.

Die Beamten konnten den Großteil der illegalen Ware ausfindig machen und rechtzeitig aus dem Verkauf nehmen. Da durch Kondome in mangelhaftem Zustand neben Verhütungsrisiken auch die Gefahr besteht, an sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV, Gonorrhoe oder Syphilis zu erkranken, müssen sich die drei Täter nun aufgrund einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vor Gericht verantworten.

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