Präsident des Spanischen Fußballverbandes in Untersuchungshaft

Gegen den Präsidenten des Königlichen Spanischen Fußballverbandes (RFEF), Ángel María Villar, und seinen Sohn Gorka wurde im bisher wohl größten Korruptionsskandal im spanischen Fußball Untersuchungshaft angeordnet. Eine Freilassung auf Kaution wurde aufgrund der Verdunkelungsgefahr durch „erheblichen wirtschaftlichen Möglichkeiten“ der Beschuldigten abgelehnt.

Der Sekretär des Fußballverbandes von Teneriffa, der ebenfalls beschuldigt ist, wurde gegen eine Kaution von 100.000€ auf freien Fuß gesetzt.

Den Beschuldigten wird Untreue, ungerechtfertigte Bereicherung, Urkundenfälschung sowie Korruption vorgeworfen.

Seit mindestens 2009 habe Villar, so der Richter, ein Geflecht aufgebaut, das ihm erlaubte, sowohl öffentliche als auch private Gelder des Fußballverbandes umzuleiten, sowie eine Vetternwirtschaft sowohl bei der Beschäftigung von Familienmitgliedern als auch bei der Vergabe von Aufträgen unterhalten zu haben. All dies soll er mit der Absicht getan haben, sich und ihn nahe stehende Dritte, darunter auch Firmen seines Sohnes, zu bereichern.

Er soll u.a. bei der Vergabe von Aufträgen oder für die Vermittlung von Freundschaftsspielen der Spanischen Nationalmannschaft Provisionen erhalten haben. Der Gesamtschaden könnte sich auf bis zu 50 Mio. Euro belaufen.

Die Machenschaften waren aufgeflogen, als bei einer Wirtschaftsprüfung festgestellt wurde, dass Schulden einer Firma in Höhe von 24 Mio. Euro für Fernsehrechte an Spielen der Nationalmannschaft nicht eingetrieben worden waren.

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