Haftstrafe wegen vorgetäuschter Lebensmittelvergiftung

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Wir haben über die fiese Masche, die spanischen Hoteliers und britischen Reiseveranstaltern das Leben schwer macht, schon des öfteren berichtet: Britische Urlauber verklagen ihren Veranstalter nach der Rückkehr aus Spanien wegen einer angeblichen Lebensmittelvergiftung, die sie sich im Hotel eingefangen haben wollen. Als Beweis legen sie z.B. die Quittung eines Durchfallmedikaments vor. Windige Anwaltskanzleien sprechen die potentiellen „Patienten“ vor Ort auf der Straße an und stiften Sie zu ihrer betrügerischen Klage an.

Im Fall von Deborah Briton. 53, und Paul Roberts, 43, ist dieser Schuss nun kräftig nach hinten losgegangen. Auch sie hatten den Reiseveranstalter Thomas Cook auf 20.000 Pfund Schadenersatz verklagt, weil sie und ihre Kinder sich bei ihren Ferien auf Mallorca im Hotel angeblich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hatten. Hätte Thomas Cook die Klage verloren, wären zum Schadenersatz noch rund 28.000 Pfund Gerichts- und Anwaltskosten hinzugekommen. Doch der Richter glaubte den beiden kein Wort. Er bezeichnete ihre Argumente als Farce und all ihre Behauptungen als erlogen.

Noch von ihrem Urlaubsort aus hatte das Paar ihre Ferien „voller von Sonne, Lachen und Vergnügen“ in den sozialen Medien verbreitet. Kein Wort von der schweren Lebensmittelvergiftung, die ihnen laut Klage den Urlaub vermiest hatte. Schließlich legten die beiden ein Geständnis ab.

Als das Gericht das Urteil verkündete, 9 Monate Haft für Deborah und 15 Monate für Paul, brachen die beiden in Tränen aus. Möglicherweise hatte ihnen keiner vorher gesagt, dass versuchter Betrug eine Straftat ist.

Es bleibt zu hoffen, dass sich dieses Urteil in Großbritannien schnell herumspricht. Die Zahl der Klagen wegen Krankheiten während einer Reise ist von 2013 bis 2016 um 500% gestiegen.

Vielleicht können Deborah und Paul nun das Gefängnis auf Schadenersatz verklagen, falls das Essen dort nicht ihren Ansprüchen genügt.

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