Gewerkschaft ruft zum Streik der Zimmermädchen auf

Putzfrau Web

Die größte Gewerkschaft des Hotelgewerbes der Provinz Santa Cruz de Tenriffe, „Sindicalistas de Base“ haben die Zimmermädchen der Kanarischen Inseln zu einem Generalstreik am 25.12.2017 und am 01.01.2018 aufgerufen.
Rund 20.000 Personen arbeiten in diesem Bereich auf den Kanarischen Inseln. Die Zimmermädchen nennen sich selbst „Kellys“,was sich ableitet von „quelis“, der Abkürzung von „las que limpian“ (= „die, die saubermachen“).
Im Durchschnitt muss ein Kelly im Durchschnitt pro Tag mehr als 20 Zimmer herrichten und erhält einen durchschnittlichen Bruttolohn von 1.300€ in 14 Gehältern.

Mit dem Streik wollen die Kellys gegen die ihrer Ansicht nach harten Arbeitsbedingungen, das Fehlen von Arbeitssicherheit und -gesundheitsschutz sowie die allgemein niedrige Qualität ihrer Beschäftigung protestieren.

Laut Gewerkschaft, die hofft, dass sich dem Streik noch weitere Arbeitnehmerorganisationen anschließen, seien die Kellys die Berufsgruppe in der Hotellerie, die die größte Zahl von Prozessen wegen vorübergehender oder permanenter Arbeitsunfähigkeit wegen Muskel- und Skelettproblemen und Rückenverletzungen aufweise.

„Trotz goldener Zeiten ersetzten die Unternehmen Personal mit unbefristeten Verträgen durch Teilzeitkräfte“ verlautet es aus Gewerkschaftskreisen. Außerdem fehle es an einem Durchgreifen der Arbeitsinspektion, und die Politiker und andere Gewerkschaften „posierten nur für Fotos“, ohne Lösungen für das Problem zu schaffen. Beispielsweise habe es die Kanarische Regierung versäumt, bei der Reform des Tourismusgesetzes eine Mindestzahl von Mitarbeitern in Abhängigkeit der Kategorie und Auslastung des Betriebes festzulegen.

Die Gewerkschaften fordern außerdem, dass die Arbeitgeber die Richtlinien für Arbeitsschutz und Ergonomie anpassen und umsetzen, dass dem Mitarbeitern mehr Pausen eingeräumt werden und dass das Urteil des Kanarischen Gerichtshofes umgesetzt wird, das den Hotels auferlegte, ihre Betten gegen solche mit einem Hebemechanismus auszustatten, um den Kellys eine rückenschädliche Haltung während der Arbeit zu ersparen. Diese Forderungen will die Gewerkschaft auch in den Tarifverträgen wiedersehen.

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