Flughafen Fuerteventura: Taxis aus anderen Gemeinde sollen Passagiere aufnehmen dürfen

Auch auf Fuerteventura dürfen Taxis nur innerhalb ihres Lizenzbereichs Fahrgäste aufnehmen. Wenn also ein Taxifahrer aus der südlichen Gemeinde Pájara einen Passagier zum Flughafen nach Puerto del Rosario bringt, muss er leer zurückfahren. Das ist besonders ärgerlich für Fuerteventura-Urlauber, die an den Hauptverkehrstagen Samstag und Montag am Flughafen oft vergeblich auf ein Taxi warten müssen.

Bei einem Treffen zwischen Inselpräsident Marcial Morales, dem Verkehrsbeauftragten José Roque Pérez sowie Vertretern von Fuerteventuraas Taxiverbänden und Transportgenossenschaften hat man sich darauf geeinigt, die entsprechende Verordnung, die den Flughafen zum sensiblen Gebiet erklärt, in der nächsten Plenumssitzung zur Abstimmung vorzulegen.

Gemäß Artikel 86 des kanarischen Transportgesetzes (Ley 13/2007) können somit an den Tagen mit dem stärksten Personenaufkommen – also montags und samstags – auch Taxis aus anderen Gemeinden als Puerto del Rosario Passagiere aufnehmen. Mithilfe dieser Maßnahme sollen lange Warteschlangen an den Taxiständen sowie die daraus resultierende Unzufriedenheit der Nutzer vermieden werden.

Wie Morales erklärte, komme es an genannten Wochentagen gelegentlich dazu, dass die der Gemeinde zugeteilten Taxifahrer aufgrund der hohen Anzahl an Flügen mit der Nachfrage vor Ort überfordert sind. Mit dieser neuen Regelung kann einem Personenstau entgegengewirkt werden, ohne dabei gleichzeitig mehr Taxilizenzen erteilen zu müssen.

In der Provinz Las Palmas ist Fuerteventura somit die erste Insel, in der die Verordnung im Konsens mit allen Taxigenossenschaften umgesetzt wird. Dies stelle einen wichtigen Schritt für das Reiseziel Fuerteventura dar, da ein reibungsloser Ablauf am Flughafen schließlich zum ersten Eindruck der soeben gelandeten Touristen zähle.

Diskutiert wurde im Rahmen der Versammlung außerdem das Förderprogramm zur Beschaffung, Anpassung oder Verbesserung von Taxis, die speziell für einen behindertengerechten Personentransport ausgestattet sind. Mithilfe der darin vorgesehenen Subventionen sollen die Kosten gedeckt werden, die von den Taxifahrern für die benötigte Lizenz aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.

Außerdem bedeutet dies auch eine Anpassung des öffentlichen Transportwesens an die Gesellschaft mit eingeschränkter körperlicher Mobilität und ermöglicht gleichzeitig deren aktivere Integration in die Gesellschaft sowie die Bereiche Kultur, Wirtschaft, Arbeit und Bildung.

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