Gran Canaria: 25-Jähriger wegen Cyber-Grooming und Missbrauch verhaftet

In Las Palmas hat die Polizei einen bis dato unauffälligen Spanier wegen diverser Sexualdelikte verhaftet. Der 25-Jährige soll Dutzende Minderjährige online angeschrieben und belästigt haben. Eine 13-Jährige soll sogar Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sein. Nachdem er sich an ihr vergangen hatte, bot er ihr 30 Euro für den Kauf der Pille danach und ließ das Mädchen schwanger zurück. Zu Hause fand die Polizei kinderpornografische Inhalte mit zum Teil schwerem Missbrauch.

Alles begann mit der Anzeige einer besorgten Mutter. Ein Unbekannter hätte ihre 11-jährige Tochter auf Facebook mit insgesamt drei Profilen zu einem intimen Treffen gedrängt. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter schnell identifizieren und erfuhr sogleich von 43 weiteren Fällen.

Täter hatte Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren im Visier

Zielgruppe des Mannes waren Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren. Nachdem er sie online kontaktiert hatte und an ihre Nummern gekommen war, ging es per Messenger weiter. Es folgten Nachrichten, Fotos und Videos mit sexuellem Inhalt sowie ständige Versuche, die jungen Mädchen zu einem Treffen zu überreden. Namen und Alter veränderte er mit Absicht, um seine Chancen zu erhöhen. Die Opfer stammten aus ganz Spanien, ganz gleich ob Festland oder Kanaren.

Mit dem nötigen Gerichtsbeschluss ging die Polizei zur Durchsuchung der Wohnung und der Festnahme des Verdächtigen über. Auf seinem Handy wurden mindestens drei Gruppenchats entdeckt, in welchen er Kinderpornos mit anderen Nutzern geteilt hatte. Die Ermittlungen laufen weiter, um auch die restlichen Mitglieder zu identifizieren.

Die Nationalpolizei weist aus gegebenem Anlass auf die Gefahren des Internets hin. Für Fälle von sog. Cyber-Grooming bietet sich dort die perfekte Plattform. Der Begriff bezieht sich auf das Verhalten von Erwachsenen, die gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen, um sexuellen Kontakt zu knüpfen.

Dabei verschweigen die Täter ihre Identität und machen sich oft durch Fake-Profile jünger, um so das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. Sobald sie ihnen erotische Aufnahmen entlocken konnten, nutzen sie diese zur Erpressung, um sie zum Sex zu zwingen. Es sei daher wichtig, dass Eltern die Nutzung sozialer Medien bei ihren Kindern kontrollieren und sie über lauernde Gefahren informieren.

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