SBH-Gruppe beteuert Sicherheit ihrer Hotels

Polizei vor SBH Taro Beach w

Die Direktion der SBH-Hotels hat am 06.11.2018 eine Stellungnahme zur Sicherheit der SBH-Hotels auf ihrer Facebookseite veröffentlicht. Die Veröffentlichung steht im Zusammenhang mit der Androhung der Gemeinde Pájara, die SBH-Hotels „Taro Beach“, „Monica Beach“ und „Costa Calma Beach“ wegen „fehlender Dokumente“ zu schließen.

Das Statement der Direktion der SBH-Hotels, die der Gesellschaft FuertCan, S.L gehören, ist offenbar eine Reaktion auf einen Zeitungsartikel und eine Äußerung des Bürgermeisters von Pájara in einer telefonischen Liveschaltung des Fernsehsenders TVCanarias.

Die kanarische Tageszeitung Canarias7 hatte in einem Artikel am 24.10.2018 den Bürgermeister von Pájara, Rafael Perdomo, zitiert: „Wenn ein Hotel geschlossen wird, dann geschieht das im eigenen Interesse der Sicherheit der Mitarbeiter und der Touristen, die dort untergebracht sind. Denn unter der Voraussetzung, dass sie keinen vorschriftsmäßigen Brandschutz und keine Fluchtwege haben, besteht eine große Gefahr.“ Laut Bürgermeister „beziehe sich ein Teil der von FuertCan S.L. angeforderten Unterlagen auf diese Sicherheitsaspekte“.

In ihrem Facebook-Statement beteuerte die Hoteldirektion die Sicherheit ihrer Hotels mit folgendem Argument:

“… Alle Hotels der Kette werden alle sechs Monate von unabhängigen Unternehmen sowie vom Fachpersonal des Großhandels selbst im Bereich Sicherheit und Hygiene auditiert, es gibt keine Anomalie, die den Betrieb mit tt. oo in keinem Land Europas verhindert, meist seit mehr als 30 Jahren. Selbstverständlich sind die Evakuierungssysteme, die jährlichen Brandschutzübungen und die Schulungen für das Personal durch zugelassene Unternehmen (Stufe 1 Stufe 2) eines der wesentlichen Konzepte, die bei jedem Audit überprüft und überprüft werden. Das bedeutet, dass unsere Hotels seit vier Jahren mit der Zertifizierung des Engagements von Quality Tourism Sicted ausgezeichnet wurden, die unter anderem vom Staatssekretär für Tourismus, der Regierung der Kanarischen Inseln, Cabildo de Fuerteventura, dem Tourismusministerium von Fuerteventura, bestätigt wurde, und die mehr als 600 Referenzen in jeder Einrichtung von bewährten Praktiken auditiert hat, von denen viele sich auf Sicherheit und Hygiene bezogen haben.” …

Weiter heißt es:

„… Wir verstehen, dass diese Situation nur das Image eines Pionierunternehmens einer Gemeinde und einer Insel, die ausschließlich vom Tourismus lebt, zu beflecken vermag, und bestätigen gleichzeitig, dass die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter sowie deren Wohlbefinden und Zufriedenheit zu unseren Hauptzielen gehören.“

SBH-Hotels berufen sich auf Audits von “unabhängigen Unternehmen”

Die SBH-Hotels berufen sich also in Ihrer Veröffentlichung auf Facebook auf die Auditierung ihrer Sicherheitskonzepte durch unabhängige Drittunternehmen. Solche Sicherheits-Audits sind in der Reisebranche durchaus üblich. Allerdings werden diese in der Regel auf Verlangen der Reiseveranstalter durchgeführt. Dabei legt jeder Veranstalter seine eigenen Kriterien fest und bestimmt, wie hoch er die Messlatte auflegt. Tatsächlich dürfte das Vorliegen von positiven Sicherheits-Audits dafür sprechen, dass zumindest keine gravierenden oder offensichtlichen Sicherheitsmängel vorliegen. Unserer Bitte, uns eine Kopie eines solchen positiven Audits zukommen zu lassen, wurde jedoch nicht nachgekommen.

Die privaten Audits dienen den Reiseveranstaltern in erster Linie dazu, ihr Haftungsrisiko zu minimieren, falls es in einem Hotel doch einmal zu einem wie auch immer gearteten Unfall kommen sollte. Trotzdem sind sie natürlich dazu geeignet, durch entsprechende Präventionsmaßnahmen Unfälle zu vermeiden. Der große Vorteil von privaten Audits ist, dass sie gewöhnlich regelmäßig durchgeführt werden. So können sie -zumindest theoretisch- auch Sicherheitsrisiken aufdecken, die durch Zufall oder mangelhafte Wartung auftreten. Die Betriebsgenehmigung setzt dagegen nur Voraus, dass die Bauausführung den eingereichten Unterlagen entspricht, und diese wiederum im Moment der Beantragung die technischen Vorschriften erfüllen.

Dennoch können private Audits den Anspruch der Gemeinde auf Vorlage der für eine Betriebsgenehmigung gesetzlich vorgeschriebenen, vollständigen und korrekten Unterlagen nicht ersetzen. Schließlich kann ein Autofahrer sich auch nicht darauf berufen, dass er keine behördliche Zulassung für sein Auto braucht, weil er stattdessen sein Auto regelmäßig in einer unabhängigen Fachwerkstatt auf Sicherheitsmängel untersuchen lässt.

Da die SBH-Hotels mit diversen Reiseveranstaltern zusammenarbeiten, ist davon auszugehen, dass tatsächlich private Sicherheits-Audits vorliegen, und dass diese keine gravierenden Sicherheitsmängel zertifizieren.

Insofern brauchen sich SBH-Kunden wohl tatsächlich keine Sorgen über ihre Sicherheit bei einen Aufenthalt der betroffenen Hotels machen.

Ungewissheit über drohende Zwangsschließung bleibt bestehen

Was jedoch bleibt, ist weiterhin die Ungewissheit, ob die von der Gemeinde betriebene Zwangsschließung der Hotels Taro, Monica und Costa Calma Beache tatsächlich kommt.

Seit dem 25.10.2018 gibt es keine Neuigkeiten über den aktuellen Verfahrensstand. Am Morgen des 25.10.2018 hatte die Gemeindepolizei alle drei betroffenen Hotels aufgesucht, mutmaßlich um polizeilich festzustellen, ob der Betreiber der Aufforderung zur Betriebsschließung freiwillig nachgekommen ist. Dieses polizeiliche Protokoll dürfte dann an das zuständige Gericht weitergeleitet worden sein.

1 Kommentar

  1. Es scheint für den Außenstehenden so,als wenn Onkel Dumm und Tante Dämlich streiten und wissen nicht warum!!!! Da denken einige Halbkreisingenieure,sie wären Gott,ohne an die jenigen zu denken,die wirklich betroffen sind!!! Da sägen ein paar Ignoranten den Ast von vielen ab!!! Herzlichen Glückwunsch

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