Neue Informationen im Fall des Kokain-Fliegers von Fuerteventura

pilatus-pc-12 Typenbild

Nach aktuellen Presseberichten ist die Propellermaschine, in der am Mittwoch rund 400kg Kokain gefunden worden waren, doch bereits am Dienstagabend auf der Insel gelandet.

Der Flieger soll bei Beamten der Guardia Civil aufgefallen sein, so dass diese die Besatzung identifizierte und den Flieger quasi an die Kette legte. Da das Flugzeug um 21.17h gelandet war, wollte man es erst am nächsten Tag untersuchen. Da die Besatzung zu diesem Zeitpunkt nicht festgenommen wurde, konnte diese den Flughafen verlassen. Sie sollen dann in einem Hotel in Caleta de Fuste eingecheckt haben.

Am nächsten Tag beging die Guardia Civil das Flugzeug mit Drogenspürhunden, die an zwei Stellen im Flieger anschlugen. Insgesamt wurden 380kg Kokain gefunden. Als man die Besatzung in Caleta de Fuste festnehmen wollte, waren die beiden Männer bereits über alle Berge.

Nachdem Passagierlisten für alle Flieger und Fähren, die die Insel verlassen hatten gescheckt waren, geht man nun davon aus, dass die beiden Männer sich ein privates Boot gechartert haben sollen, um so die Insel mit Ziel Lanzarote zu verlassen. Von dort, so vermutet man, wollen sie sich dann weiter absetzen. Beide Personen sind noch flüchtig.

Fuerteventura war wohl nicht das Endziel der Lieferung

Laut Medienberichten deutet alles darauf hin, dass die Reise des Flugzeugs und damit auch des Kokains weiter in Richtung spanisches Festland und dann in weitere europäische Ländern gehen sollte.

Vorher soll der Flieger in Brasilien gewesen sein. Dort, so nimmt man an, habe er die Drogen wahrscheinlich an Bord genommen. Das Flugzeug des Schweizer Herstellers „Pilatus“ hat eine Reichweite von rund 3.400km. Damit muss zwangsläufig auf dem Weg nach Europa zwischenlanden, um seine Treibstofflager wieder aufzufüllen.

Foto: Beispielbild für Flugzeugtyp Pilatus PC12

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