Hoteliers auf Fuerteventura kritisieren Pläne für Touristen-Steuer der zukünftigen Kanarischen Regierung

Steuern

Die Pläne der zukünftigen linken Kanarischen Regierung zur Einführung einer Touristensteuer wird von den Hotelierverbänden Fuerteventuras und Lanzarotes heftig kritisiert.

Der Pakt der Sozialisten PSOE und ASG, der links-nationalistischen NC und der linksextremen Podemos sieht in seinem Programm eine massive Ausdehnung der Haushaltsausgaben vor. Insbesondere die Sozialausgaben sollen deutlich ansteigen. Um die zu erwartenden Mehrausgaben zu decken, sollen Steuern erhöht werden und möglichst viele andere Geldquellen angezapft werden.

Eine Möglichkeit zur Finanzierung sieht der Pakt in der Einführung einer Touristensteuer.

Die Präsidentin des Hotelierverbands auf Lanzarote, ASOLAN, und der Präsident des Hotelverbands auf Fuerteventura, ASOFUER, haben sich klar gegen die Einführung einer Touristensteuer durch die Kanarische Regierung ausgesprochen:

„Alles,was einen Urlaub auf den Kanaren teurer macht, erscheint uns schlecht und ist keine Lösung, da es unsere Wettbewerbsfähigkeit als Reiseziel einschränkt. In diesem Sinne lehnen wir alles ab, was einen zusätzlichen Kostenfaktor im Gesamtpakt bedeuten würde.

„Man kann Ziele wie Barcelona oder die Balearen nicht mit den Kanaren vergleichen“

Auch kann man die Kanaren nicht mit Reisezielen wie Barcelona oder den Balearen vergleichen, die eine Touristensteuer eingeführt haben. Wir sind viel weiter von den Herkunftsländern entfernt. Man kann von jeder europäischen Stadt für kleines Geld ein Ticket zu diesen Zielen kaufen, das viel billiger ist, als ein Ticket zu den Kanaren. Daher dürfen wir auf keine Weise die Kosten für einen Urlauber erhöhen, der die Kanaren besuchen will.“

Die Pläne der zukünftigen Kanarischen Regierung könnten wohl kaum zu einem ungünstigeren Zeitpunkt kommen: die Buchungszahlen ausländischer Urlauber auf einigen Inseln gehen teilweise dramatisch zurück. Die Arbeitslosenzahlen im Tourismus steigen deutlich an und Experten erwarten einen „kritischen Sommer“.

Es gibt nach der Pleite von Airberlin und Germania und dem Problem mit der Boeing Max kaum noch Flüge zu vertretbaren Preisen. Und last but not least trauen die Urlauber sich wieder, in die Türkei, nach Griechenland, nach Ägypten und andere Nordafrikanische Urlaubsländer zu reisen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kanarische Regierung formiert, wer letztlich Präsident wird und wer welche Regierungsposten übernimmt. Die Opposition hofft zumindest noch darauf, dass der anvisierte Pakt entweder gar nicht erst zustande kommt oder sehr bald über ein Misstrauensvotum gekippt werden kann.

6 Kommentare

  1. Ich wäre gerne bereit für meinen Urlaub 10-20Euro mehr zu bezahlen. Wenn das Geld dort ankommt wo es notwendig ist.

  2. Adolfo meint!
    Hallo Roland, du hast es zu 100 % genau auf den Punkt gebracht, dem gibt´s eigentlich nix zuzufügen.
    Super Kommentar
    Saludos Adolfo

  3. Erst mal um eine funktionierende Wasser und Abwasserversorgung kümmern.Touristensteuer allein macht die Insel nicht attraktiver.Teures Welan abschaffen.Ist nicht zeitgemäß. PLASTIKBECHER an den Bars verbieten.Renvierungen der vorhandenen Hotels unterstützen.

  4. Der Westen hat nichts aus den Diktaturen aus dem Osten gelernt. Der Sozialismus beinhaltet immer wieder Enteignung und totale Staatskontrolle. Mit dem wohlklingendem Instrument Solidarität werden Steuern generiert und die Leute abgezockt. Es spült wie schon im dritten Reich Unmengen an Geld in den Staat für Staatseigene Belange der Beamten und Bürokraten. Demokratie und in eigenbestimmtes Leben wird abgeschafft. Eine eigene Wohnung vermieten? Das geht nicht! Der Staat bestimmt über Privateigentum.
    Das alles lähmt jedoch die Wirtschaft und führt zum totalem Zerfall des Landes und der Gesellschaft.

  5. Es ist ja schon schlimm genug das weniger Touristen auf die Inseln kommen.
    Eine Touristen-Steuer würde den Inseln noch mehr schaden und die Arbeitslosigkeit würde sehr steigen. Hat die neue Regierung eigentlich keine Pläne die für die Inseln positiv wären.

  6. Versucht die Touris noch weiter abzuzocken, dann kommt bald wirklich niemand mehr. In Deutschland gibt es auch die Kurtaxe, aber dort hat man auch eine gewisse Gegenleistung. Es gibt funktionierende Duschen, Toiletten, Umkleiden an den Stränden und Seen. Dann ist man eventuell auch bereit so eine Steuer zu zahlen. Wir haben keinen Sommerurlaub auf Fuerteventura gebucht und sind mit dieser Entscheidung sehr zufrieden. Das Wetter ist hier wieder super, da verzichten wir gerne auf Flugausfälle und Flugverschiebungen.

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